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Innerhalb von drei Monaten ist der zur CDU gewechselte ehemalige Grünenpolitiker Oswald Metzger zum zweiten Mal mit der Kandidatur für ein Bundestagsmandat gescheitert. Im dritten Wahlgang unterlag der 53-jährige Haushaltsexperte im baden-württembergischen Wahlkreis Bodensee dem Bürgermeister des Ortes Herdwangen-Schönach Lothar Riebsamen.
[Bildunterschrift: Metzger schließt eine dritte Kandidatur bei der baden-württembergischen CDU nicht aus. ]
"Wahlkämpfe kosten als Freiberufler Zeit und Geld", sagte Metzger in einer ersten Reaktion. Er müsse sich nun erst einmal wieder seinem Broterwerb widmen. Ob er einen dritten Anlauf bei der baden-württembergischen CDU wagen werde, wollte Metzger nicht ausschließen. "Da schlafe ich jetzt erst mal drüber." Er merkte aber auch an: "Man macht sich auf bestimmte Weise auch lächerlich."
Auf der Wahlkreismitgliederversammlung erhielt Metzger 327 Stimmen, Riebsamen bekam 356 Stimmen, wie CDU-Geschäftsführerin Susanne Schwaderer mitteilte. Der als größter Herausforderer Metzgers geltende Sprecher der Südwest-CDU, Tobias Bringmann, schied im zweiten Wahlgang aus.
Ingesamt zehn Bewerber waren zu der Wahl angetreten. Der Wahlkreis 293, zu dem neben dem Bodenseekreis vier Gemeinden aus dem Landkreis Sigmaringen gehören, gilt für einen CDU-Direktkandidaten als sicher.
Metzger war erst im April in die CDU eingetreten. In einem ersten Anlauf scheiterte Metzger im Juli im Wahlkreis Biberach knapp. Metzger wies auf die regionalen Bedingungen in dem neugebildeten Wahlkreis hin. Die badischen Parteimitglieder seien stärker mobilisiert worden. Das sei zu seinen Ungunsten ausgegangen, sagte Metzger. Als Grünen-Abgeordneter saß Metzger von 1994 bis 2002 im Bundestag. Ende November 2007 verlies er die Partei und schloss sich aus wirtschaftspolitischen Gründen der CDU an.
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