Merkels Neujahrsansprache | Bildquelle: REUTERS

Neujahrsansprache der Kanzlerin "Selbstbewusst, frei und weltoffen"

Stand: 31.12.2015 18:00 Uhr

Zum Start ins neue Jahr hat Kanzlerin Merkel zu mehr Sachlichkeit aufgerufen. Sie wandte sich zudem erneut gegen eine Abschottung Deutschlands. "Es kommt darauf an, auch in Zukunft ein Land sein zu wollen, in dem wir selbstbewusst und frei, mitmenschlich und weltoffen sind."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Zusammenhalt gegen Fremdenhass aufgerufen. "Es kommt darauf an, denen nicht zu folgen, die mit Kälte oder gar Hass in ihren Herzen ein Deutschsein allein für sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen", sagte sie in ihrer Neujahrsansprache, die am Silvesterabend ausgestrahlt wird. "Es kommt darauf an, dass wir uns nicht spalten lassen", betonte sie, ohne die "Pegida"-Bewegung zu nennen.

Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel
Sondersendung, 31.12.2015

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Mit Blick auf teils hasserfüllte Diskussionen über Flüchtlinge rief die Kanzlerin zu Sachlichkeit auf. "Es kommt darauf an, dass wir immer auch den Argumenten des anderen zuhören, auch wenn er Sorgen und Chancen anders gewichtet, als man selbst es tut."

Die Kanzlerin wandte sich erneut gegen eine Abschottung. "Es kommt darauf an, auch in Zukunft ein Land sein zu wollen, in dem wir selbstbewusst und frei, mitmenschlich und weltoffen sind."

Aufzeichnung von Merkels Neujahrsansprache | Bildquelle: AFP
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Merkel legte den Schwerpunkt auf den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Flüchtlingspolitik.

"Eine Chance von morgen"

In Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik sprach die CDU-Politikerin von Herausforderungen und Chancen. Von gelungener Einwanderung habe ein Land noch immer profitiert, sagte Merkel. "Richtig angepackt, ist auch die heutige große Aufgabe des Zuzugs und der Integration so vieler Menschen eine Chance von morgen."

Merkel warb ein weiteres Mal um Geduld bei der Bewältigung der Krise, die Deutschland noch einiges abverlangen werde. "Das wird Zeit, Kraft und Geld kosten - gerade mit Blick auf die so wichtige Aufgabe der Integration derer, die dauerhaft hier bleiben werden." Es gebe aber "ein großartiges bürgerschaftliches Engagement und ein umfassendes Konzept politischer Maßnahmen".

Merkel hob aber auch hervor, dass es Grundvoraussetzungen für das Zusammenleben aller gebe, die die deutsche Gesellschaft trügen. Dazu gehörten "unsere Werte, unsere Traditionen, unser Rechtsverständnis, unsere Sprache, unsere Gesetze, unsere Regeln".

Zahl der Flüchtlinge spürbar verringern

International gehe es darum, die EU-Außengrenzen besser zu schützen, Fluchtursachen zu bekämpfen "und so die Zahl der Flüchtlinge nachhaltig und dauerhaft spürbar zu verringern". Genauere Angaben zu dieser Reduzierung machte Merkel nicht. Sie wiederholte ihren umstrittenen Satz: "Wir schaffen das" und fügte hinzu: "Denn Deutschland ist ein starkes Land."

Dank für Herzenswärme und Einsatzbereitschaft

Merkel würdigte die Arbeit der Helfer in den vergangenen Monaten. "Danke für die überwältigende und tatsächlich bewegende Welle spontaner Hilfsbereitschaft, die wir in diesem Jahr erlebt haben, als so viele Menschen oft lebensgefährliche Wege auf sich genommen haben, um bei uns Zuflucht zu suchen."

Neben Polizisten, Soldaten und Behördenmitarbeitern dankte sie ausdrücklich den freiwilligen Helfern "für ihre Herzenswärme und ihre Einsatzbereitschaft, die immer mit diesem Jahr 2015 verbunden sein werden".

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