Angela Merkel und François Hollande | Bildquelle: AP

Merkel und Hollande in Berlin Eine Herausforderung namens Trump

Stand: 27.01.2017 14:36 Uhr

Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande haben einen stärkeren Zusammenhalt der 27 EU-Staaten gefordert. US-Präsident Trump stelle die EU vor neue "Herausforderungen", vor allem in Handelsfragen und bei der "Konfliktregelung in der Welt", sagte Hollande in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert von den bevorstehenden EU-Gipfeln ein "deutliches gemeinsames Bekenntnis zur Europäischen Union". Zur "Verteidigung einer freien Gesellschaft" und als Antwort auf die sich dramatisch verändernde Weltlage brauche die EU mehr "inneren Zusammenhalt", sagte Merkel bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Berlin. "Wir brauchen eine europäische Union, die in den herausragenden Fragen entschlossen und schnell handelt", sagte Merkel.

Mit "europäischer Überzeugung"

Hollande sagte, auch der neue US-Präsident Donald Trump stelle die EU vor neue "Herausforderungen", vor allem in Bezug auf Handelsfragen und die "Konfliktregelung in der Welt". Er forderte, die Gespräche mit der neuen US-Regierung in der "europäischen Überzeugung" zu führen, dass die EU ihre Werte und Interessen verteidige. Europa drohe aber auch eine "Gefahr von Innen", sagte Hollande mit Blick auf den Erfolg von Populisten in vielen EU-Ländern. Nötig sei daher "ein neues Europa in einer unsichereren Welt".

Merkel und Hollande wollten bei dem Treffen unter anderem über den bevorstehenden EU-Gipfel auf Malta beraten. Mit Blick auf den geplanten EU-Austritt Großbritanniens wollen die übrigen 27 Mitgliedstaaten dort am 3. Februar über die Zukunft der EU sprechen. Ende März folgt dann ein weiteres Spitzentreffen in Rom zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge, mit denen der Grundstein für die heutige EU gelegt wurde.

Julia Krittian, ARD Berlin, zu Hollandes Besuch in Berlin
tagesschau24 15:00 Uhr, 27.01.2017

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Gedenken am Breitscheidplatz

Merkel und Hollande fuhren auch zum Breitscheidplatz, wo der Islamist Anis Amri am 19. Dezember bei einem Anschlag mit einem Lastwagen zwölf Menschen getötet hatte.

"Wir sehen, dass wir vor dieser islamistischen Terrorgefahr gemeinsam stehen, dass wir diese Gefahr nur gemeinsam bannen können", sagte Merkel. Mit dem Besuch "wollen wir auch deutlich machen, dass wir uns unsere Art zu leben nicht nehmen lassen", betonte Merkel. Deutsche und Französen seien "auch in dieser Antwort auf den islamistischen Terrorismus miteinander eng verbunden", betonte Merkel.

Hollande sagte mit Blick auf die Solidarität der Kanzlerin nach den Terroranschlägen von Paris und Nizza: "Wenn Frankreich angegriffen wurde, stand Angela Merkel an meiner Seite." Die deutsche Regierungschefin "war immer da. Wenn sie physisch nicht da sein konnte, war sie aber moralisch und politisch anwesend, und menschlich vor allem".

Merkel und Hollande legen am Breitscheidplatz Blumen nieder | Bildquelle: dpa
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Merkel und Hollande legen am Breitscheidplatz Blumen nieder.

Merkel und Hollande zeigen sich solidarisch
A. Ulrich, ARD Berlin
27.01.2017 15:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Januar 2017 um 14:00 Uhr und tagesschau24 am 27. Januar 2017 um 15:00 Uhr.

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