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Studie: Acht Prozent gehören zur "Unterschicht"
Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Acht Prozent der Deutschen gehören zur "Unterschicht"

Wartende in einer Arbeitsagentur in Frankfurt am Main (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Wartende in einer Arbeitsagentur in Frankfurt am Main ]
In Deutschland ist offenbar eine neue Unterschicht entstanden, der acht Prozent der Menschen angehören. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine repräsentative Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Ganz deutlich werde das Wohlstandsgefälle zwischen alten und neuen Bundesländern: Demnach gehören 20 Prozent der Ostdeutschen und vier Prozent der Westdeutschen zu den gesellschaftlichen Verlierern.

Zwei Drittel der neuen Unterschicht hätten ihren Job bereits verloren, die Übrigen empfänden ihren Arbeitsplatz "häufig als nicht sicher". Der Studie zufolge leiden die Betroffenen unter "größter finanzieller Unsicherheit: sehr niedriges monatliches Haushaltseinkommen, kaum Wohneigentum oder finanzielle Rücklagen, Schulden, wenig familiärer Rückhalt". Viele dieser Menschen empfänden ihr Leben als "gesellschaftlichen Abstieg". Ihr Bildungsgrad sei überwiegend einfach, "berufliche Mobilität" und Aufstiegswillen seien nur gering ausgeprägt.

Die neuen Armen, so heiße es, "zeigen ausgesprochene Verunsicherung, fühlen sich gesellschaftlich im Abseits, auf der Verliererseite und vom Staat alleingelassen". Viele glaubten, die "Abschottung gegenüber Ausländern" löse ihre Probleme.

Stand: 15.10.2006 07:42 Uhr
 

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