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[Bildunterschrift: Rudolf Steiner ]
Trotz einzelner rassistischen Passagen sollen Bücher des Begründers der Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, nicht auf den Index gesetzt werden. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPMJ) entschied sich für diesen Schritt, da der betroffene Verlag zusicherte, den Bedenken Rechnung zu tragen und die betreffenden Bücher durch kommentierte Neuauflagen zu ersetzen.
Das Familienministerium hatte den Antrag gestellt, zwei Bücher auf den Index zu setzen, da sie negativ wertende Aussagen über die schwarze Bevölkerung Afrikas enthalten. Die Bücher "Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie" und die "Geisteswissenschaftliche Menschenkunde" enthielten Aussagen, so das Ministerium, die geeignet seien, Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren.
Der Bund der freien Waldorfschulen begrüßte die Entscheidung. Es sei eine gute Sache, dass der Rudolf-Steiner-Verlag gewisse Textstellen von Steiner in Zukunft kommentieren wolle. Rassistische Inhalte hätten im Unterricht der Waldorfschulen ohnehin keinen Platz.
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