Hintergrund

Hintergrund Tsunami - die "große Welle im Hafen"

Stand: 12.12.2005 13:05 Uhr

Grafik: Seebeben
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So entstand der katastrophale Tsunami vor Indonesien Weihnachten 2004: In der entsprechenden Region unter dem Meer schiebt sich die indisch-australische Erdplatte unter die eurasische Platte.

Tsunami ist der Begriff für eine Flutwelle, die von Erdbeben, Erdrutschen oder Vulkanen unter der Wasseroberfläche verursacht wird. Eine solche Welle kann sich mit mehreren hundert Kilometern pro Stunde ausbreiten und einen gesamten Ozean erfassen. Die Wellen können an den Küsten bis zu 35 Metern hoch werden, ihre Länge reicht von 150 bis 300 Kilometer.

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Bei dem Verschiebungsprozess werden Spannungen in der Erdkruste aufgebaut, die sich durch Erdstöße entladen.

Das Tückische: Auf hoher See sind die Flutwellen nicht größer als zwei oder drei Meter und werden von Schiffsbesatzungen kaum wahrgenommen. Der Abstand zwischen den Wellenkämmen kann bis zu 100 Kilometer betragen. Wenn eine Tsunami-Welle ins flache Uferwasser läuft, legt sie zunächst den Meeresboden auf großer Strecke trocken. Wenig später folgt eine riesige Flutwelle, die zu einem mehr als 30 Meter hohen Wasserberg anwachsen kann.

"Große Welle im Hafen"

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Durch das Beben entstehen Wellen, die sich unter Wasser mit bis zu 500 km/h ausbreiten. Aber erst wenn diese Wellen auf die Küste treffen, entfalten sie ihre zerstörerische Wirkung.

Tsunami kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "Hochwasser". oder "große Welle im Hafen". Im Bereich des Pazifiks ereignen sich wegen der Aktivität der Erdkruste im Durchschnitt zwei zerstörerische Tsunamis im Jahr. Tsunamis, die den gesamten Pazifik betreffen sind selten, sie treten durchschnittlich alle zehn bis zwölf Jahre auf. Bei starken Erdbeben im pazifischen Raum ergeht automatisch eine Tsunami-Warnung an die Anwohner der Küste. Sie werden aufgefordert höheren Grund aufzusuchen. Die Vorwarnzeit beträgt je nach Entfernung zum Erdbebenherd wenige Minuten bis einige Stunden.

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