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Bundeskanzler Gerhard Schröder und US-Präsident George W. Bush werden die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) Ende September nutzen, um sich zu treffen. Informationen des ARD-Hauptstadtstudios zufolge ist zwischen beiden für den 23. September ein Gespräch in New York geplant. Das Treffen wurde bei Telefonaten zwischen den Sicherheitsberatern beider Regierungschefs vereinbart. Aus US-Regierungskreisen hieß es übereinstimmend, die Zusammenkunft sei während des Bush-Besuchs bei der UNO geplant, der für den 23. und 24. September angesetzt sei. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang weder aus Deutschland noch aus den USA.
[Bildunterschrift: Ein Bild aus ferner Vergangenheit: US-Präsident Bush und Kanzler Schröder bei einem Treffen ]
Zwischen der deutschen und der US-Regierung hatte sich das Klima im Vorfeld und während des Irak-Krieges massiv verschlechtert, weil Schröder sich wiederholt und vehement gegen den Waffengang ausgesprochen hatte. Hinzu kamen verbale Attacken ranghoher SPD-Politikern gegen Bush, die die transatlantischen Beziehungen zusätzlich belasteten. Aber auch jenseits des Atlantiks scheuten sich Regierungsmitglieder nicht, Deutschland und die Anti-Kriegskoalition in Europa mehrmalig scharf anzugreifen.
[Bildunterschrift: Gruppenfoto in Evian ]
Seit Ende des Irak-Krieges gab es immer wieder Versuche, das Verhältnis zu entspannen. Von Angesicht zu Angesicht sahen sich Bush und Schröder erstmals wieder im Juni auf dem G-8-Gipfel im französischen Evian. Doch die Begegnung war reserviert und direkte politische Gespräche zwischen beiden gab es nicht. Erst die Diskussion um einen erweiterten Bundeswehreinsatz in Afghanistan sorgte für eine merkliche Erholung. Washington registrierte die Versöhnungssignale aus Berlin wohlwollend.
[Bildunterschrift: US-Außenminister Colin Powell ]
Wenige Stunden vor dem entscheidenden Telefonat der Sicherheitsberater lobte US-Außenminister Colin Powell im ARD-Morgenmagazin das deutsche Engagement in Afghanistan. Deutschland leiste bereits eine gute Arbeit in dem Land und werde seiner Rolle gerecht. Mit Blick auf die Diskussion um einen möglichen Irak-Einsatz der Bundeswehr sagte Powell: "Jedes Land muss selbst entscheiden, welchen Beitrag es leisten will." Er erwarte jedenfalls keine deutschen Soldaten.
In Berlin wurden die Powells Äußerungen mit Erleichterung aufgenommen. Zum einen sollte die Auseinandersetzung um das strikte Nein der Regierung zu einer Entsendung deutscher Soldaten damit beendet sein, hieß es in Regierungskreisen. Zum anderen weiche damit auch Druck von dem Treffen des Kanzlers mit Bush.
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