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19.03.2010

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Studenten trotzen Gegenwind

Studentendemonstration in Berlin (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: In Berlin demonstrierten tausende Studenten gegen Bildungsabbau. ]
Zehntausende Studenten haben in mehreren deutschen Städten gegen Bildungs- und Sozialabbau demonstriert. Allein in Berlin gingen nach Angaben der Polizei mehr als 30.000 Studenten unter dem Motto "Gemeinsam gegen Bildungs- und Sozialkahlschlag" auf die Straße. Die Demonstranten forderten unter anderem eine Beteiligung von hohen Einkommen sowie von Privat- und Betriebsvermögen an der Hochschul-Finanzierung.

Zu der Aktion hatte das Berliner Bündnis gegen Bildungs- und Sozialabbau aufgerufen, das mehr als 150 Vertreter von Organisationen und Initiativen umfasst. Zu den Forderungen gehört die Rücknahme aller Kürzungen im Bildungs-, Kultur-, Jugend- und Sozialbereich. Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration zunächst weitgehend friedlich. Nur vereinzelt habe es Eierwürfe gegen Polizeiautos gegeben.

Demonstrationen auch in Leipzig und Frankfurt

 (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: "Nein zu Kürzungen" fordert der akademische Nachwuchs ]
In Leipzig protestierten 15.000 Studenten unter dem Motto "Ihr nehmt uns unsere Zukunft!". Sie kamen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordbayern. In Frankfurt am Main demonstrierten nach offiziellen Angaben mehr als 5000 Menschen, nach Zählung der Veranstalter 10.000. Die Studenten brachten ihren Ärger mit Trillerpfeifen und Trommeln lautstark zum Ausdruck. Der studentische Dachverband "fzs" sprach von bundesweit insgesamt 60.000 Teilnehmern und zeigte sich mit der Resonanz zufrieden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Gewerkschaften unterstützen die Proteste. "Das ist kein Reformherbst, sondern ein schwarzer Tag für Arbeitnehmer und Studierende", sagte der Berliner DGB-Landeschef Dieter Scholz auf einer Kundgebung und verwies auf "Streichkonzerte im Bildungsbereich Berlins und im Bund". Der Druck auf Arbeitslose und das Einfrieren der Renten sei alles andere als sozial, kritisierte der Gewerkschaftschef. Durch die Gesundheitsreform würden vor allem die Patienten "zur Ader gelassen".

Stand: 13.12.2003 22:47 Uhr
 

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