Dossier
Bildungspolitik
Lernen fürs Leben - aber wie?
Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" hat dem deutschen Bildungssystem im internationalen Vergleich einen großen Nachholbedarf verschrieben. Politiker heizen die Debatte um das "richtige" Schulsystem an: Gesamtschule oder dreigliedriges Schulsystem? Bildungsexperten aber lenken die Diskussion auf Grundlegenderes: Die Rolle der Bildung in der Gesellschaft.
Pisa-Studie 2006
Die gute Nachricht: Deutsche Schüler können lebensnahe Fragen aus den Naturwissenschaften gut beantworten. Die schlechte Nachricht: In Lesen und Mathe sind die 15-Jährigen weiterhin mittelmäßig. Und die schlechteste Nachricht: Migrantenkinder hängen deutschen Mitschülern zweieinhalb Jahre hinterher. [mehr]
Weltweiter Bildungsreport
Deutschland gibt nach einer OECD-Studie deutlich weniger für die Bildung aus als andere Industrieländer. Damit droht die Bundesrepublik ihre ökonomische Zukunft zu gefährden, warnen die Experten. Besonders in die jungen Schüler würde zu wenig investiert: Die Klassen seien zu groß, die Unterrichtsstunden zu wenig.
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Bildungspolitik
Nach der schlechten Note für das deutsche Bildungssystem wetzen Politiker bereits die ideologischen Messer der 70er Jahre und verteidigen die Gesamtschule oder das dreigliedrige Schulsystem. Doch Experten warnen: Nicht das System sei Schuld, sondern der Mangel an strategischen Wissensvisionen.
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Debatte nach OECD-Studie
Baden-Württembergs Kultusministerin Schavan will das bestehende Schulsystem flexibler gestalten, die rot-grüne Bundesregierung will es komplett umbauen. Nach Ansicht des Erziehungswissenschaftlers Bos gehen beide Vorschläge am eigentlichen Problem vorbei. Er sieht vor allem bei der Qualität des Unterrichts Handlungsbedarf.
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Interview zu OECD-Studie
Einmal mehr hat die OECD dem deutschen Bildungssystem schlechte Noten ausgestellt. Deutschland, so die Studie, steckt zu wenig Geld in die Schulen. Die Schuldirektorin Doris Ahlgrim meint aber im Gespräch mit tagesschau.de: Die Debatte über das Schulsystem darf nicht auf Finanzfragen verengt werden.
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Finnland
Finnland investiert in Bildung - und damit in die Zukunft der Gesellschaft. Die Aufwendungen für Bildung liegen bei den Finnen ein Drittel über dem europäischen Durchschnitt. Neun Jahre lang lernen die Schüler zusammen: in Gesamtschulen.
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>Die PISA-Studie hat für Bewegung in Deutschland gesorgt. Die Kultusmininister Konferenz hat die ersten so genannten Bildungstandards verabschiedet. Sie sollen Orientierungshilfe für die Schulen sein, zugleich aber auch Vergleichsmöglichkeiten bringen. [mehr]