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10.02.2010

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DFB prüft Schritte gegen die NPD
Rassistische Kampagne gegen Nationalspieler

DFB prüft Schritte gegen die NPD

Die NPD sorgt im Vorfeld der Fußball-WM durch eine rassistische Kampagne gegen deutsche Nationalspieler für Unruhe. Die Partei vertreibt einen WM-Planer unter dem Motto "Weiß - mehr als eine Trikotfarbe". Damit hetzt die Partei gegen dunkelhäutige deutsche Spieler. Der DFB prüft jetzt rechtliche Schritte dagegen.

Von Patrick Gensing, tagesschau.de

Die NPD bietet zur WM 2006 einen eigenen "WM-Planer" an. Dieser wird unter dem Motto "Weiß - nicht nur eine Trikotfarbe - Für eine echte NATIONAL-Mannschaft?" beworben. Damit springt die Partei auf eine Kampagne gegen den Nationalspieler des FC Schalke 04, Gerald Asamoah, auf, die bereits von anderen Rechtsextremisten betrieben worden war. Das Motto der Neonazis vom "Schutzbund Deutschland" auf einem Plakat mit einer Abbildung von Asamoah lautete: "Nein Gerald, Du bist nicht Deutschland - Du bist BRD!?". Nach der Androhung juristischer Konsequenzen wurde das Foto Asamoahs durch wechselnde Karikaturen von ihm ersetzt.

Nationalspieler Owomoyela von Werder Bremen Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Patrick Owomoyela von Werder Bremen ]
Die NPD hat sich jetzt offenbar ein anderes Ziel für ihre rassistische Kampagne ausgesucht: Patrick Owomoyela von Werder Bremen. Auf dem WM-Planer der NPD ist das Trikot mit der Nummer 25 zu sehen - Owomoyelas Nummer. Auf Anfrage von tagesschau.de sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger, der DFB habe einen Hinweis auf die Kampagne der NPD erhalten. Jetzt würden rechtliche Schritte gegen die NPD genau geprüft, so Stenger weiter. Bei Owomoyelas Verein Werder Bremen zeigte man sich entsetzt über die rassistischen Angriffe. Werders Mediendirektor Tino Polster sagte, Owomoyela wolle jetzt genau prüfen, was er dagegen unternehmen könnte.

Neue Anhänger in den Kurven rekrutieren

Unterdessen versucht die NPD auch mit anderen Mitteln, das Fußballfest im Sommer für ihre politischen Ziele zu instrumentalisieren. So kündigte sie an, bei den Spielen mit iranischer Beteiligung die Solidarität mit Präsident Machmud Ahmadinedschad ausdrücken zu wollen. Dieser genießt seit seinen antisemitischen Hetztiraden hohes Ansehen bei den Rechtsextremisten. Auch ein Beispiel aus Schleswig-Holstein zeigt, wie die NPD beim Fußball neue Anhänger rekrutieren will. In Lübeck gründete sich jetzt ein VfB Lübeck Fan-Club unter der Regie der NPD.

Stand: 31.03.2006 19:50 Uhr
 

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