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21.03.2010

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48. Jahrestag des Mauerbaus: Gedenken an die Opfer
48. Jahrestag des Mauerbaus

Gedenken an die Opfer der deutschen Teilung

Im ganzen Land haben Menschen am 48. Jahrestag des Mauerbaus der Opfer der deutschen Teilung gedacht. Bei der zentralen Feier in der Berliner Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen legten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und die Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, Kränze nieder.

Zum aktuellen Streit über die Anzahl der Mauertoten - nach einer neuen Studie wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer mindestens 136 Menschen getötet - sagte Wowereit: "Jeder einzelne Tote war zu viel." Es hänge nicht von der Zahl der Toten ab, ob die DDR eine Diktatur gewesen sei. [mehr dazu beim rbb].

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit legte an der Mauer-Gedenkstätte einen Kranz nieder.  (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit legte an der Mauer-Gedenkstätte einen Kranz nieder. ]

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte, der Mauerbau sei ein schmerzhaftes Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte. Es dürfe nicht verdrängt werden, dass viele DDR-Bürger ihren Freiheitswillen mit Gefängnisstrafen bezahlten. Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Tiefensee, sagte der "Sächsischen Zeitung", der 13. August 1961 sei die Bankrotterklärung eines Regimes gewesen.

"Die Würde der Opfer besser schützen"

Die Linkspartei erklärte dagegen, der Mauerbau eigne sich nicht zur Diskreditierung der Lebensleistung vieler DDR-Bürger. Die Mauer habe die Teilung Deutschlands nicht verursacht, sondern sie vertieft, so die stellvertretende Parteivorsitzende Halina Wawzyniak.

Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus protestierte am Potsdamer Platz gegen eine Verharmlosung der SED-Diktatur. Es sei menschenverachtend, dass an dem Platz sowie am Brandenburger Tor als DDR-Grenzsoldaten verkleidete Studenten für Touristen posierten. Der Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, sagte, die Würde der Opfer müsste besser geschützt werden. DDR-Symbole sollten verboten werden.

Gedenken in Sachsen-Anhalt und Sachsen

Arbeiter erhöhen die Sektorensperre an der Bernauer Straße in Berlin im August 1961 (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Im August 1961 erhöhten Arbeiter die Sektorensperre an der Bernauer Straße - heute ist an dieser Straße die Mauer-Gedenkstätte. ]
Bei der Veranstaltung im sächsischen Leipzig sprach der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Er kritisierte die Rolle der Bundesregierung und der West-Alliierten beim Mauerbau. Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt habe damals mit seinem Protest gegen die Einmauerung West-Berlins zu lange allein gestanden. Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer sei zu zögerlich gewesen, auch der Protest der West-Alliierten habe nicht ausgereicht. [mehr dazu beim mdr].

Die Berliner Mauer:

Am 13. August 1961 begannen DDR-Sicherheitskräfte, den Ostteil Berlins mit Straßensperren und ersten Mauern abzuriegeln. Jeglicher Verkehr zwischen dem Ostteil und dem Westen wurde unterbunden, die DDR hatte sich eingeigelt und ihre Bürger eingesperrt. Mindestens 136 Menschen starben in den kommenden Jahrzehnten bei dem Versuch, den "antifaschistischen Schutzwall" zu überwinden. Die Mauer war bis zu ihrer Öffnung 1989 ein Symbol des Kalten Krieges.
 
Stand: 13.08.2009 21:02 Uhr
 

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