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Der frühere Bundesfinanzminister Hans Matthöfer ist tot. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren. Das teilte der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel beim Parteitag in Dresden mit.
Er würdigte Matthöfer als einen Mann, der für die Sozialdemokratie und das Land "Herausragendes geleistet" habe. "Hans Matthöfer hat mitgeholfen, diese Welt für die Menschen solidarischer und lebenswerter zu gestalten." Er habe vieles bewirkt, was bis heute Gültigkeit habe, sagte Gabriel. "Mehr Mitbestimmung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war sein wichtigstes Anliegen in der Politik."
Der 1925 in Bochum geborene Matthöfer trat 1950 in die SPD ein. Schon sein Vater war Mitglied der SPD und im Widerstand gegen die Nationalsozialisten gewesen. Von 1961 bis 1987 saß Matthöfer im Bundestag. 1972 wurde er Staatssekretär im Entwicklungshilfeministerium, 1974 Forschungsminister in Bonn, 1978 Finanzminister und 1982 für wenige Monate Postminister. Als Forschungsminister forcierte er den Ausbau der Atomenergie. Er suchte den Dialog mit den Kernenergiegegnern, scheiterte dabei aber. Als Gewerkschafter in der IG Metall gehörte Matthöfer zu den Vorkämpfern der Mitbestimmung der Arbeitnehmer.
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