March of Science in Berlin | Bildquelle: dpa

Proteste auch in Deutschland Tausende demonstrieren für freie Wissenschaft

Stand: 22.04.2017 16:16 Uhr

Beim "March for Science" sind auch in Deutschland Tausende Menschen auf die Straßen gegangen. Allein in Berlin zählten die Veranstalter 11.000 Teilnehmer, auch in mehreren anderen Städten gab es Proteste für die Freiheit der Wissenschaft.

Die wachsende Sorge vor einer zunehmenden Einschränkung der Wissenschaft hat Tausende Menschen in Deutschland zum "March for Science" auf die Straße getrieben. Im Rahmen der weltweiten Proteste für die Freiheit der Wissenschaft demonstrierten allein in Berlin mehrere tausend Demonstranten. Die Teilnehmer des "March for Science" liefen von der Humboldt-Universität über den Boulevard Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf 11.000, die Polizei sprach von mehreren tausend Demonstranten.

Die Proteste richteten sich gegen die Einschränkung von Wissenschaft, die Leugnung wissenschaftlich belegter Tatsachen und die Verbreitung "alternativer Fakten". "An der Freiheit der Wissenschaft lassen wir nicht rütteln", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der auch Senator für Wissenschaft und Forschung ist, bei der Kundgebung in der Hauptstadt. "Wir werden all denen entschlossen entgegentreten, die diese Freiheit gefährden wollen." Auf Transparenten und Schildern war unter anderem zu lesen: "Es gibt keinen Planet B" oder "Alternative Fakten zählen nicht im OP".

"March of Science" in Deutschland
tagesschau 20:00 Uhr, 22.04.2017

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Tausende in München und Göttingen auf den Straßen

Auch in München gingen rund 3000 Menschen nach Polizeiangaben auf die Straße. Viele namhafte Wissenschaftler marschierten mit, unter ihnen der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft , Martin Stratmann, und der Forschungsleiter am Deutschen Museum Helmuth Trischler.

Neben München demonstrierten auch in Göttingen etliche Menschen für eine freie Wissenschaft und Forschung: "Wir haben 2500 Teilnehmer gezählt", erklärten die örtlichen Veranstalter des "March for Science" auf Facebook. In Göttingen hatten sich Demonstranten bereits am Vormittag auf dem Marktplatz getroffen, um Transparente und Schilder zu malen. "Gebt Wissen Macht - stärkt Wissenschaft" oder "Science für the people" hieß es darauf.

In Deutschland fanden neben Berlin, München und Göttingen auch in Bonn, Köln, Dresden, Frankfurt, Freiburg, Greifswald, Hamburg, Heidelberg, Jena, Leipzig, Stuttgart und Tübingen Kundgebungen statt.

Zentrale Demo in Washington

Weltweit sind im Rahmen des "March for Science" in rund 500 Städten Demonstrationen angekündigt. Die zentrale Veranstaltung ist für die US-Hauptstadt Washington geplant, wo die Demonstranten zum Kapitol ziehen wollen. Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wächst vor allem in den USA die Angst vor einer neuen Ära der "alternativen Fakten". Aber auch in anderen Ländern wie beispielsweise der Türkei und Ungarn wird die freie Wissenschaft immer stärker eingeschränkt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. April 2017 um 17:50 Uhr.

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