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Internationaler Einsatz gegen Islamisten
Deutschland schickt zwei Transall nach Mali
Deutschland wird sich am internationalen Militäreinsatz in Mali zunächst mit zwei Flugzeugen beteiligen. Die beiden Maschinen vom Typ Transall sollen Truppen der westafrikanischen Wirtschaftsunion ECOWAS in die malische Hauptstadt Bamako bringen. "Diese Maßnahme kann unverzüglich beginnen", sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Der Einsatz erfordere kein Mandat des Bundestags.
Logistische Unterstützung, keine Kampftruppen
Zuvor hatte die Bundesregierung die Entsendung von insgesamt fünf Bundeswehr-Flugzeugen geprüft. Die Entsendung von Kampftruppen in das westafrikanische Krisenland schließt sie aber weiterhin strikt aus.
Die Bundeswehr verfügt über insgesamt 60 Transall-Flugzeuge, die mit besonderen Schutzvorrichtungen für den Personentransport ausgestattet sind. Sieben davon sind derzeit in Afghanistan im Einsatz. Von den Passagiermaschinen vom Typ A310 hat die Bundeswehr fünf sowie einen VIP-Flieger, der hauptsächlich als Regierungsmaschine eingesetzt wird.
Frankreich zufrieden mit deutscher Beteiligung
Der französische Präsident François Hollande hat das deutsche Hilfsangebot für den Mali-Einsatz begrüßt. Er sei "vollauf zufrieden" mit der von Berlin zugesagten Entsendung der Transportflugzeuge, sagte Hollande der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Rande der traditionellen Neujahrswünsche im Elysée-Palast. "Wir haben von der Bundesregierung nicht mehr erwartet, als jetzt angeboten wird."
Deutsche Transportflugzeuge sollen ECOWAS-Einsatz unterstützen
tagesthemen 22:15 Uhr, 16.01.2013, Andrea Zückert, ARD Berlin
Afrikanische Länder planen Kampftruppe mit 3300 Mann
Die ECOWAS-Mitglieder planen die Aufstellung einer rund 3300 Mann starken Kampftruppe, um zusammen mit Frankreich den Norden Malis von islamistischen Rebellen zu befreien. Frankreich will nach Medienberichten bis zu 2500 Soldaten nach Mali schicken.
Der Mali-Konflikt war auch Thema eines Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ECOWAS-Vorsitzenden Alassane Ouattara, dem Präsidenten der Elfenbeinküste, in Berlin. "Der Terrorismus in Mali ist nicht nur eine Bedrohung für Afrika, sondern auch eine Bedrohung für Europa", sagte Merkel nach dem Treffen.
Ouattara betonte, dass ein militärisches Eingreifen wichtig sei und dankte Frankreich für seinen Einsatz. "Ich hoffe, dass die Aktion von allen Europäern mitgetragen wird. Denn wir Afrikaner unterstützen sie", sagte er.
Stand: 16.01.2013 14:38 Uhr
