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Die Hackergruppe Lulz Security, die in den vergangenen Wochen durch spektakuläre Attacken von sich Reden gemacht hat, hat ihre eigene Auflösung verkündet. In den vergangenen 50 Tagen habe man Unternehmen und Regierungen "gestört und entblößt, einfach, weil wir es konnten". Jetzt sei es an der Zeit, "bon voyage (gute Reise) zu wünschen", teilte LulzSec via Twitter mit. "Unsere Kreuzfahrt ist vorbei, und nun müssen wir in die Ferne segeln", erklärten die Hacker, die sich die stilisierte Darstellung eines Schiffs als Logo gewählt hatten. Zugleich riefen sie andere Hacker auf, weiter Internetseiten von Firmen und Regierungen anzugreifen.
Einen konkreten Grund nannte die nach eigenen Angaben sechsköpfige Gruppe nicht. Lulz Security hat stets betont, sie wolle sich amüsieren und verfolge keine kriminellen Ziele. In den vergangenen Tagen war jedoch der Druck auf die Netzpiraten gestiegen. Internationale Ermittler und Sicherheitsfirmen suchen nach ihnen. Anfang der Woche hatten britische Fahnder in Wickford bei London einen 19-Jährigen unter dem Verdacht festgenommen, er gehöre zu der Gruppe, was LulzSec umgehend dementierte. Neben der Polizei machen zudem rivalisierende Hacker Jagd auf LulzSec.
Mitglieder von LulzSec waren in die Rechner diverser Firmen und Regierungseinrichtungen eingedrungen, unter anderem bei Sony, Nintendo oder beim US-Geheimdienst CIA. Zuletzt hatten die Hacker aus Protest gegen das scharfe Einwanderungsrecht in Arizona interne Daten der Sicherheitsbehörde des US-Bundesstaates im Internet veröffentlicht. Außerdem wurden Internetseiten mit massenhaften Datenanfragen, sogenannten Denial-of-Service-Angriffen (DDoS), lahmgelegt.
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