Lufthansa-Maschinen stehen auf dem Flughafen Frankfurt | Bildquelle: REUTERS

Lufthansa-Tochter Cityline Tarifstreit mit Flugbegleitern beendet

Stand: 19.02.2016 20:43 Uhr

Der Tarifkonflikt der Flugbegleiter der regionalen Lufthansa-Tochter Cityline ist nach Angaben von beiden Seiten gelöst. Die Mitarbeiter müssen sich nun aber entscheiden, ob sie umziehen oder weite Pendelstrecken in Kauf nehmen wollen.

Die Lufthansa hat einen weiteren Tarifkonflikt mit ihrer Belegschaft gelöst. Mit der Gewerkschaft Ufo einigte sich das Unternehmen darauf, wie es mit den rund 1100 Flugbegleitern der Regionaltochter Cityline weitergehen soll.

Beide Seiten bestätigten einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" indem es hieß, dass der Belegschaft an den geschlossenen Stationen Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Bremen und Stuttgart Abfindungen und Wechselprämien angeboten werden sollen. Da die Airline in Zukunft mit ihrem Flugbetrieb nur noch die Großflughäfen München und Frankfurt ansteuert, war es für viele Mitarbeiter unklar, ob sie an diese Standorte ziehen müssen.

Wechselprämien und Umzugspauschale für Flugbegleiter

Eine Flugbegleiterin geht mit ihrem Rollkoffer vor dem Heck eines Lufthansa-Flugzeugs. | Bildquelle: dpa
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Die Flugbegleiter können wählen, ob sie umziehen oder pendeln möchten.

Mitarbeiter, die nicht umziehen wollen und stattdessen aus dem Unternehmen ausscheiden möchten, würden dem Bericht zufolge für jedes Beschäftigungsjahr das Anderthalbfache ihres Monatsgehalts als Abfindung erhalten können. Wer nach Frankfurt oder München ziehe, solle eine Wechselprämie von 39.000 Euro erhalten und könne dazu eine Umzugspauschale in Höhe von 15.000 Euro setzen. Auch das Pendeln zum Arbeitsort solle möglich sein. Dafür würden die Mitarbeiter allerdings auf einen Teil ihres Freizeitausgleichs verzichten müssen.

Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt einer Urabstimmung der Beschäftigten, die bis zum kommenden Freitag abgehalten werden soll. In den Verhandlungen über den sogenannten Manteltarifvertrag, die sich über drei Jahre hingezogen haben, ist nicht über Löhne oder die Altersvorsorge der Stewards und Stewardessen gesprochen worden. Dafür sind separate Gespräche vorgesehen.

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