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Die Linkspartei will Joachim Gauck das Feld bei der Bundespräsidentenwahl nicht alleine überlassen. Wen sie gegen ihn ins Rennen schickt, bleibt aber offen. Die Parteiführung konnte sich nach vierstündigen Beratungen nicht auf einen Kandidaten einigen.
Drei Namen sind im Gespräch: Die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld, der Kölner Politologe Christoph Butterwegge und die Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen. Mit allen dreien würden nun weitere Gespräche geführt, sagte Parteichefin Gesine Lötzsch nach der Sitzung. Die Entscheidung soll nun am Montag fallen. Ursprünglich war eine Entscheidung für heute erwartet worden
[Bildunterschrift: Wird Beate Klarsfeld Präsidentschaftskandidatin der Linkspartei? (Archivfoto, 1.11.2010) ]
Zunächst schien die 73 Jahre alte Klarsfeld die Favoritin zu sein. In der Debatte seien teilweise Gegensätze zwischen den Vertretern ost- und westdeutscher Landesverbände offenbar geworden, hieß es in Parteikreisen. Vor allem ältere Parteimitglieder hätten sich für Klarsfeld ausgesprochen.
Jüngere Mitglieder hätten dagegen in dem Armutsforscher Butterwegge ein modernen Kandidaten gesehen, der die Anliegen der Linkspartei besser verkörpere. Eine dritte Gruppe habe schließlich erklärt, Jochimsen sei bereits bei der Bundespräsidentenwahl 2010 eine gute Kandidaten der Linkspartei gewesen. Sie solle nun noch einmal antreten.
Die Linkspartei stellt rund 10 Prozent der Wahlleute in der Bundesversammlung, die am 18. März das Staatsoberhaupt wählt.
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