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29.05.2012

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Spitze der Linkspartei beschwört Einigkeit
Klausur der Linksfraktion

Linkspartei beschwört Einigkeit

Klaus Ernst, Gesine Lötzsch und Oskar Lafontaine (von links) (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Einigkeit beschworen - die Parteichefs Ernst und Lötzsch sowie ihr Vorgänger Lafontaine (von links) ]
Zum Abschluss der Klausurtagung der Bundestagsfraktion haben führende Politiker der Linkspartei zu mehr Geschlossenheit und zur Konzentration auf Inhalte aufgerufen. "Parteien, die nach außen zerstritten sind, haben in der Regel keine Wahlerfolge", sagte der frühere Partei-Vorsitzende Oskar Lafontaine in Rostock. Auch Fraktionschef Gregor Gysi mahnte mit Blick auf die Streitereien der vergangenen Wochen, "Selbstbeschäftigung" und Debatten über "uralte" Themen müssten ein Ende haben.

Zuletzt hatte die Linkspartei unter anderem mit einer Debatte über die historische Bewertung des Mauerbaus und einem sehr positiven Glückwunschbrief an den früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro Schlagzeilen gemacht.

"Ideale Situation" für linke Botschaften

Wütend äußerte sich Lafontaine darüber, dass die inhaltlichen Vorschläge der Partei deshalb öffentlich kaum mehr eine Rolle spielten. Mit Blick auf die europäische Finanzkrise sagte er, derzeit gebe es eine "ideale Situation", um die Botschaften der Linkspartei anzubringen. Dazu müsse die Partei allerdings "jetzt mal wirklich die Dinge ansprechen, die die Menschen bewegen", mahnte der Vorsitzende der Linksfraktion im Saarland.

Gysi bezeichnete den Verlauf der Klausurtagung, die ohne Kontroversen auskam, als Erfolg. "Wir sind politisch wieder da", verkündete er. Auch Fraktionsvize Ulrich Maurer sagte, er sei erleichtert. So mancher Beobachter habe erwartet, "dass wir uns zerfetzen", dazu sei es aber nicht gekommen. Die jüngsten Diskussionen hatten insbesondere bei den Wahlkämpfern der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin für Unmut gesorgt, wo im September Landtagswahlen anstehen.

Stand: 27.08.2011 16:02 Uhr
 

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