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Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren
Tobende Meute und Todesangst
Rostock-Lichtenhagen steht für die schwersten rassistischen Ausschreitungen der Nachkriegszeit: Fünf Nächte lang randalierten im August 1992 mehrere Hundert Rechtsextreme vor einem Ausländerheim, angefeuert und bejubelt von bis zu 3000 Zuschauern. Erst nach Tagen bekam die Polizei die Lage in den Griff.
Von Anna-Mareike Krause, tagesschau.de
Fünf Tage lang hatte die tobende Menge die Macht übernommen: Vom 22. bis 26. August 1992 randalierten mehrere Hundert Gewalttätige vor dem Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen, unter dem Beifall von bis zu 3000 Zuschauern.
Mit Steinen und Molotowcocktails bewarfen sie zunächst die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAst), später steckten sie ein Nachbarhaus in Brand, in dem mehr als 100 Vietnamesen und ein Fernsehteam eingeschlossen waren.
Zeitweise zog die Polizei sich von den Ausschreitungen zurück, und überließ so das Haus und die eingesperrten Menschen der aufgeheizten Menge, später behinderten die Zuschauer den Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Wie durch ein Wunder kam bei den Ausschreitungen kein Mensch ums Leben. tagesschau.de dokumentiert die Ausschreitungen.
Stand: 22.08.2012 02:37 Uhr
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