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Von der Leyen zur NATO "Wir Deutsche, wir müssen mehr tun"

Stand: 15.02.2017 22:07 Uhr

Dass die neue US-Regierung von den europäischen NATO-Partnern mehr finanzielles Engagement fordert, stößt bei der deutschen Verteidigungsministerin auf volle Zustimmung. Im tagesthemen-Interview betonte sie auch, dass die Bundeswehr ohnehin mehr Geld brauche.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält die amerikanischen Forderungen nach einem stärkeren finanziellen Engagement europäischer Staaten in der NATO für berechtigt. "Wir Europäer, wir Deutsche, wir müssen mehr tun für die eigene Sicherheit, wir müssen da mehr investieren", sagte die Ministerin in den tagesthemen.

"Es ist ja auch nicht fair, dass die Amerikaner doppelt so viel leisten wie wir alle Europäer zusammen." Insofern hätten die Amerikaner recht, "dass sie von uns hören möchten, wie wir glaubwürdig darlegen, wie wir das gemeinsame Zwei-Prozent-Ziel in der NATO erreichen können".

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch
tagesthemen, 15.02.2017

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Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis hatte diese Forderung der USA bei seinem Antrittsbesuch bei der NATO bekräftigt. Die meisten Länder - auch Deutschland - sind von diesen zwei Prozent weit entfernt. Mattis verband diese Forderung mit der Drohung, die USA würden ihr Engagement in der NATO zurückfahren, sollten die Partner ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen.

"Das war gut, das zu erleben"

Von der Leyen hält höhere Investitionen in den deutschen Verteidigungshaushalt grundsätzlich für sinnvoll. Nur so könne die Bundeswehr ihre Aufgaben erfüllen. "Denn wenn wir sehen, wie viel Aufträge die Bundeswehr heute für unsere Sicherheit leistet - sei es in Afghanistan, im Irak, in Mali, aber auch im Mittelmeer bei der Flüchtlingshilfe - dann weiß ich genau, dass wir das nur durchhalten, wenn auch dauerhaft mehr in die Bundeswehr investiert wird."

Die Frage, ob sie der Trump-Regierung also fast schon dankbar sei für diesen Rückenwind, verneinte die Bundesverteidigungsministerin entschieden. Sie befürchtet auch nicht, dass die USA ihr NATO-Engagement tatsächlich zurückfahren. Der neue US-Minister habe bei seinem NATO-Antrittsbesuch sehr deutlich klar gemacht, wie "unverbrüchlich" die USA zu den Werten der NATO stünden. "Das war gut, das zu erleben."

Das tagesthemen-Interview mit von der Leyen wurde vor der Sendung aufgezeichnet.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Februar 2017 um 22:15 Uhr.

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