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21.03.2010

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Inland
Report aus München: Zu viel Uran im Leitungswasser
Trinkwasser häufig belastet

Uran aus dem Hahn

Das Leitungswasser ist nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report München" in manchen Regionen Deutschlands stark mit Uran belastet. Dem Magazin liegt eine Studie der Verbraucherorganisation foodwatch vor, derzufolge der Anteil des giftigen Schwermetalls in 150 von 8000 Proben über dem Richtwert des Umweltbundesamtes von zehn Mikrogramm pro Liter lag. In manchen Gemeinden seien es mehr als 20 Mikrogramm gewesen, hieß es.

Wasser rinnt aus einem Wasserhahn (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Leitungswasser: Häufig nicht so sauber wie es aussieht. ]
In jeder zehnten Probe habe der Uran-Anteil zudem über zwei Mikrogramm gelegen. Ab dieser Grenze darf Mineralwasser nicht mehr als "für Säuglingsnahrung geeignet" ausgewiesen werden. "Schon sehr geringe Konzentrationen an Uran haben eine schädigende Wirkung auf lebenswichtige Vorgänge in der Niere", sagte der Kieler Toxikologe Hermann Kruse dem Magazin. Dabei gehe die größte Gefahr nicht von der Radioaktivität aus, sondern von der chemisch-giftigen Wirkung bei anhaltender Einnahme.

Kommunen häufig nicht informiert

Nach Recherchen von "Report München" sind aber die zuständigen Kommunen häufig nicht oder nicht ausreichend über die Uran-Belastung des Trinkwassers informiert. Manche Gemeinden versuchten, durch Vermischung aus belasteten und unbelasteten Quellen oder die Schließung einzelner Brunnen den Uran-Gehalt im Trinkwasser abzusenken. Uran kommt naturgegeben im Trinkwasser vor, kann aber auch über mineralischen Phosphatdünger ins Trinkwasser gelangen.

Durch den Einbau von Uran-Filtern könnte die Uran-Belastung auf nahezu Null gesenkt werden, sagte Herrmann Dieter vom Umweltbundesamt dem Magazin. Solange der bisherige Richtwert von zehn Mikrogramm aber nicht zum gesetzlich verbindlichen Grenzwert erhoben worden sei, warteten betroffene Gemeinden nach Erkenntnissen von "Report München" häufig noch ab, weil sie die Kosten scheuten.

Stand: 04.08.2008 17:03 Uhr
 

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