Fahndungsfoto des Polizeipräsidiums Konstanz soll einen der Lebensmittelvergiftung verdächtigten Mann zeigen. | Bildquelle: Polizeipräsidium Konstanz

Supermarkt-Erpresser 53 Jahre, vermutlich Einzeltäter

Stand: 30.09.2017 15:52 Uhr

Im Fall der Erpressung mehrerer Handelsketten haben die Ermittler einen 53 Jahre alten Deutschen festgenommen. Er hat die Tat bislang nicht gestanden, doch die Beweislast ist laut Staatsanwaltschaft erdrückend.

Ein 53 Jahre alter Mann soll für die Erpressung mehrerer Supermärkte verantwortlich sein. Die Polizei nahm ihn aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung am Freitagnachmittag fest. Er stammt aus Ofterdingen bei Tübingen.

Bei einer Pressekonferenz gaben Polizei und Staatsanwaltschaft nun Details bekannt. Sie seien "der festen Auffassung", dass es sich bei dem Mann um den Täter handele. Hinweise auf einen oder mehrere mögliche Mittäter gebe es derzeit nicht. Der Verdächtige werde zur Stunde dem Haftrichter wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung vorgeführt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Alexander Boger in Konstanz. 

Alexander Boger, Staatsanwaltschaft Ravensburg, mit Informationen zum Tatverdächtigen
tagesschau24 16:00 Uhr, 30.09.2017

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Erdrückende Beweise

Er habe die Tat bisher nicht gestanden. Die Beweislast gilt aber als erdrückend - wegen des Abgleichs mit den Fahndungsfotos und dem Abgleich von Spuren. So sei bei dem Mann auch das Gift gefunden worden, mit dem Babynahrung in Friedrichshafen versetzt worden war. Dabei handelt es sich um Ethylenglykol.

Ethylenglykol ist dem Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg zufolge bei Erwachsenen ab einer Menge von 30 Millilitern gesundheitsgefährdend. Eine Vergiftung könne aber medizinisch gestoppt werden und müsse daher nicht tödlich sein.

Laut Boger drohen dem Mann zwischen fünf und 15 Jahren Haft im Fall einer Verurteilung. Boger schloss eine mögliche Beschuldigung auch wegen versuchter Tötung nicht aus. In dem Fall könnte er bei einem Schuldspruch auch zu lebenslanger Haft verurteilt werden.

Keine Entwarnung

Vermutlicher Lebensmittel-Erpresser vor Haftrichter
tagesschau 17:00 Uhr, 30.09.2017, Stefan Maier, SWR

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Trotz der Festnahme gaben die Behörden noch keine Entwarnung beim Lebensmittelkauf. Verbraucher seien also weiterhin gut beraten, beim Einkauf von Lebensmitteln wachsam zu sein, sagte der Polizeisprecher. Sobald der Fall endgültig geklärt sei, würden die Behörden "so schnell wie möglich" Entwarnung geben.

Mehrere Lebensmittelkonzerne bedroht

Der mutmaßliche Täter hatte in einer E-Mail an die Polizei, den Verbraucherschutz und mehrere Lebensmittelkonzerne von Mitte September damit gedroht, bis zum heutigen Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen. Er forderte einen niedrigen, zweistelligen Millionenbetrag.

Welche Filialen und welche Produkte er ins Auge gefasst hatte, ließ der Täter offen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung richtete sich die Erpressung gegen Aldi, Rossmann, Lidl, DM, Müller, Edeka, Norma und Rewe. Der Täter gab der Polizei aber einen Hinweis auf ein Geschäft in Friedrichshafen, wo dann fünf mit Ethylenglykol vergiftete Gläser Babynahrung gefunden wurden.

Die Polizei veröffentlichte daraufhin am Donnerstag ein Fahndungsfoto von dem Verdächtigen, dass von einer Überwachungskamera in dem Markt aufgenommen worden war.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. September 2017 um 16:00 Uhr.

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