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[Bildunterschrift: Einige Parteifreunde streiten bereits über seine Nachfolge: Linksparteichef Lafontaine. ]
Vor seiner Krebsoperation hat Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine im saarländischen Landtag über alles gesprochen - nur nicht über seine Erkrankung. In seiner Partei dagegen löste Lafontaine mit der Nachricht über seine Krankheit einen Streit aus: Ein Streit, ob über mögliche Nachfolger diskutiert werden soll.
Es war der thüringische Fraktionschef der Linkspartei, Bodo Ramelow, der einen Generationenwechsel ins Gespräch brachte. Seiner Ansicht nach muss die Partei bereits jetzt für die Zeit nach Lafontaine planen. "Das hat nichts mit seiner Krebsoperation zu tun", sagte Ramelow. Bei einem Lebensalter von 66 Jahren bei Lafontaine müsse sich die Partei auf den Wechsel vorbereiten, sagte Ramelow der "Leipziger Volkszeitung".
Scharfe Kritik bekam Ramelow von der Bundesspitze sowie aus den Landesverbänden. "Pietätlos" sei der Vorschlag Ramelows, sagte Nordrhein-Westfalens Linkspartei-Landesvorsitzender Wolfgang Zimmermann in der "Rheinischen Post". "Oskar Lafontaine ist unverzichtbar und bleibt unser Parteivorsitzender. Diskussionen über einen Generationswechsel sind unsinnig", so Zimmermann.
Auch der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Gregor Gysi, wollte von einer Nachfolgediskussion nichts wissen. "Herr Ramelow kann ja über alles nachdenken", sagte Gysi, "aber das ist eine Frage, die mich im Augenblick ehrlich gesagt nicht sonderlich bewegt".
Ähnlich wie Gysi setzt auch stellvertretender Vorsitzender der Linkspartei, Klaus Ernst, auf eine baldige Rückkehr Lafontaines. "Oskar Lafontaine ist und bleibt unser Vorsitzender." Auch Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch geht davon aus, dass Lafontaine "im Januar wieder da ist und seine Arbeit wieder aufnimmt". Er stehe "wie kein anderer für den Erfolg der Linkspartei, vor allem im Westen".
Nach dpa-Informationen handelt es sich bei Lafontaines Erkrankung um Prostatakrebs.
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