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Einigung auf Kultusministerkonferenz erzielt

Gemeinsame Abiturstandards ab 2017

Die Kultusminister der Länder haben sich auf einheitliche Leistungsanforderungen für das Abitur in vier Kernfächern geeinigt, um dieses vergleichbarer zu machen. Auch sollen Gymnasiasten durch die angeglichenen Anforderungen in der Oberstufe leichter von einem Bundesland ins andere wechseln können.

Im Tagesverlauf wollen die Kultusminister im Hamburger Rathaus präsentieren, wie die einheitlichen Leistungsanforderungen im Detail aussehen.

Wie bereits bekannt wurde, sollen erstmals 2017 in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch gleich schwere Abituraufgaben gestellt werden. Allerdings wird die Prüfung nicht ausschließlich Aufgaben aus den bundesweiten Vorgaben enthalten. Den größten Teil der Abituraufgaben werden die Länder weiter selbst stellen, berichtete der ARD-Korrespondent Daniel Satra in den Tagesthemen.

Kultusminister beschließen einheitliche Abiturstandards ab 2017
tageschau 14:00 Uhr, 19.10.2012, Silke Schmidt, NDR

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Sechs Länder prüfen schon 2014 gemeinsam

Sechs Ländern geht dieser Zeitplan aber nicht schnell genug. Daher wollen Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern schon 2014 mit gemeinsamen Abiturprüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch beginnen. Sie müssen sich bis dahin selbst auf gemeinsame Anforderungen und einen Aufgabenpool verständigen.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann
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Der niedersächsische Kultusminister Althusmann spricht von einer "richtungsweisenden Weichenstellung".

"Ich glaube, dass es eine wichtige und richtungsweisende Weichenstellung für Deutschland ist", hatte der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann bereits vor den abschließenden Beratungen gesagt. Die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) erklärte, es gehe darum, Verbindlichkeit und Gleichwertigkeit zu regeln, aber eben nicht um ein Einheitsabitur in Deutschland.

Nachdem sich die Minister bereits im März auf Bewertungskriterien für das Abitur geeinigt hatten, ging es in Hamburg um die Konkretisierung. Dafür bestätigten die Minister die vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) erarbeiteten Kriterien. Diese beschreiben, was ein Schüler am Ende der gymnasialen Oberstufe können soll. Nach den Standards in den vier Kernfächern sollen nun Standards für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Physik und Chemie entwickelt werden.

Bildungsgewerkschaft erfreut über Einigung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte die Einigung der Kultusminister. "Wir haben immer gesagt: Das Zentralabitur ist Quatsch", sagte GEW-Schulexpertin Marianne Demmer der Nachrichtenagentur dapd. Mit einheitlichen Standards versuche die Kultusministerkonferenz nun eine Art "Zwischending".

Die Kompetenzen, Aufgaben zusammenzustellen und die Schüler auf Themenkomplexe vernünftig vorzubereiten, müssten aber weiterhin bei den Ländern liegen.

BISS für Kinder mit Migrationshintergrund

Zudem wurde am Rande der KMK mitgeteilt, dass Bund und Länder mit einer gemeinsamen Initiative das Sprach- und Lesevermögen von Kindern mit Migrationshintergrund fördern wollen.

Ziel des auf fünf Jahre angelegten Programms sei es, dass alle Kinder eine noch bessere individuelle Sprach- und Leseförderung in den Kitas und Schulen erhielten. Die Initiative "Bildung durch Sprache und Schrift" (BISS) soll im Herbst 2013 starten. Dabei sollen auch bestehende Angebote auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft und weiterentwickelt werden.

Einigung bei Sprachförderung und Einheitsabitur
K. Erdmann, NDR
19.10.2012 08:40 Uhr

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Stand: 19.10.2012 11:40 Uhr

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