Vor Wahl in Baden-Württemberg Kretschmann drückt SPD die Daumen

Stand: 09.03.2016 09:55 Uhr

Die SPD in Baden-Württemberg schwächelt derzeit in den Umfragen. Doch das habe sie nicht verdient, sagte Noch-Ministerpräsident Kretschmann im ARD-Morgenmagazin. Dass er CSU-Chef Seehofer verteidigt hat, hält er weiter für richtig.

In vier Tagen wird in Baden-Württemberg gewählt, und laut Umfragen steht die Fortsetzung des grün-roten Bündnisses auf der Kippe. Noch-Ministerpräsident Kretschmann von den Grünen drückt deshalb der SPD die Daumen. Im ARD-Morgenmagazin sagte er, die Partei habe so schlechte Umfragen in keiner Weise verdient. Kretschmann kann sich aber nach eigenen Angaben auch Koalitionen mit anderen Parteien vorstellen. Ein Bündnis mit der AfD schloss er jedoch aus.

Dass er CSU-Chef Seehofer gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt habe, hält Kretschmann nach wie vor für richtig. "Ich habe ihn lediglich in Schutz genommen, dass er rechte Hetze mobilisiert. Ich finde, da ist eine Grenze überschritten", so der Grünen-Politiker. Vieles andere an Seehofer halte er hingegen für untragbar, wie beispielsweise die Besuche bei Russlands Präsidenten Putin und dem ungarischen Premier Orban.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Ba-Wü, zur Landtagswahl
ARD-Morgenmagazin, 09.03.2016

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Kretschmann hatte der "tageszeitung" gesagt, Seehofer in die rechtsextreme Ecke zu schieben, sei völlig überspannt. Stattdessen lobte er seinen Amtskollegen für die praktischen Leistungen Bayerns bei der Bewältigung der Zuwanderung. "Wenn ich sehe, was die Bayern an Integrationspolitik machen, wie sie die Leute unterbringen, daran ist nichts zu kritisieren." Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hatte kritisiert, dass sich der "Mob bei jeder Äußerung von Horst Seehofer und Co. ermuntert fühlen darf".

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