Polizei am Rande der Pegida-Demonstration in Köln | Bildquelle: REUTERS

Ausschreitungen in Köln Polizei löst "Pegida"-Demonstration auf

Stand: 09.01.2016 17:48 Uhr

Die Polizei hat die "Pegida"-Demonstration in der Kölner Innenstadt aufgelöst. Teilnehmer hatten Flaschen und Knallkörper auf Polizisten geworfen. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Die "Pegida"-Demonstration in Köln ist eskaliert, weshalb die Polizei den Protestmarsch vorzeitig auflöste. Aus dem Demonstrationszug heraus waren immer wieder Flaschen und Knallkörper auf Polizisten geworfen worden, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Beamten setzten daraufhin Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Die Polizei war bei der Veranstaltung sowie einer Gegendemonstration mit mehr als 2000 Beamten im Einsatz.

Bei den Auseinandersetzungen sei ein Journalist verletzt worden, sagte die Sprecherin. Augenzeugen berichteten von weiteren Verletzten, die unter anderem Schnittwunden im Gesicht gehabt hätten. Auch nach der Auflösung kam es noch zu Zusammenstößen - dabei wurden drei Polizisten verletzt.

Mehrere Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen. Die anderen Teilnehmer geleitete die Polizei nach Ende der Veranstaltung zu ihren Zügen.

Pegida-Demonstration in Köln: Polizei löst Kundgebung auf
09.01.2016

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"Rapefugees not welcome"

Die Demonstranten trugen Plakate mit Parolen wie "Hooligans gegen Salafisten" oder "Rapefugees not welcome", eine Wortkonstruktion aus den englischen Bezeichnungen für Vergewaltigung und Flüchtling. Viele "Pegida"-Anhänger skandierten Losungen wie "Lügenpresse auf die Fresse" oder "Hier marschiert der nationale Widerstand".

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hatten die islamfeindliche "Pegida"-Bewegung NRW und die rechtsextreme Partei Pro Köln zu der Demonstration unter dem Motto "Pegida schützt" aufgerufen. Etwa 1700 Rechte trafen sich daraufhin am Nachmittag auf dem Breslauer Platz vor dem Hauptbahnhof, um durch die Stadt zu ziehen. Unter den Teilnehmern befanden sich nach Polizeischätzungen mehr als 800 Hooligans.

"Pegida"-Demonstration in Köln | Bildquelle: REUTERS
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Ausschreitungen in Köln: Polizei setzt Wasserwerfer ein.

"Eine sehr hohe Emotionslage"

Ein breites Bündnis von Gruppen, darunter die Initiative "Köln gegen rechts", hatte zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Rund 1300 Menschen versammelten sich am Mittag ebenfalls auf dem Breslauer Platz. Die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht dürften nicht von Rechtsextremen für pauschale Hetze gegen Migranten instrumentalisiert werden, hieß es in den Redebeiträgen.

Um 12.00 Uhr trafen sich laut Polizeiangaben außerdem rund 1000 Frauen auf der Domtreppe zu einem Flashmob "Gegen Männergewalt".

Vor Auflösung der "Pegida"-Demonstration hatte sich die Situation zugespitzt, die "Pediga"-Anhänger und die Gegendemonstranten mussten voneinander getrennt werden. Es herrsche "eine sehr hohe Emotionslage", sagte ein Polizeisprecher.

Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen und Sexismus in Köln | Bildquelle: AFP
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Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen und Sexismusvor dem Kölner Dom

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