Treffen der Partei-Chefs: Horst Seehofer, Sigmar Gabriel und Angela Merkel  | Bildquelle: dpa

Wieder Treffen zu Gauck-Nachfolge Einigt sich die Koalition heute?

Stand: 14.11.2016 06:04 Uhr

Gestern jedenfalls klappte es nicht: Weniger als eine Stunde berieten die Spitzen von Union und SPD über eine Gauck-Nachfolge - ohne Erfolg. Heute soll es dann aber doch endlich eine Entscheidung geben. CDU und CSU überlegen, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellen.

Wer wird Kandidat für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck? Nach mehreren vergeblichen Anläufen könnten sich Union und SPD heute auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Die SPD schlug schon Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor, die Union noch niemanden.

Heute Vormittag werden Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Seehofer die Spitzen ihrer Parteien in Telefonschalten über den Stand der Dinge informieren. Dann wollten CDU und CSU entscheiden, ob Steinmeier auch für sie in Frage kommt, sagte der stellvertretende Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Thomas Baumann, in der tagesschau.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen schloss eine schnelle Einigung auf Steinmeier nicht aus. Heute werde man wissen, ob es einen oder zwei Kandidaten gebe, so Röttgen in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. "Und beides wäre kein Drama."

Gestern hatten sich die Koalitionspartner nicht einigen können. Gerade 50 Minuten dauerte ein Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel. Dann ging Gabriel. Gabriel hielt an seinem Vorschlag fest, Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten ins Rennen zu schicken.

Beratungen über gemeinsamen Kandidaten für Gauck-Nachfolge im Kanzleramt
morgenmagazin, 14.11.2016, Kerstin Dausend, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Gemeinsamer oder getrennter Kandidat?

Neben einer Einigung auf Steinmeier als Konsenskandidaten besteht nach Informationen aus Unionskreisen die weitere, aber eher unwahrscheinliche Möglichkeit, dass Union und SPD gemeinsam einen anderen Kandidaten aufstellen.

Sollte die Union aber einen eigenen Kandidaten aufstellen, käme es zu einer Kampfkandidatur. Dann fiele die Entscheidung vermutlich erst im dritten Wahlgang, wenn nur noch die einfache Mehrheit nötig ist. In einem dritten Wahlgang werden dem in der Bevölkerung beliebten Steinmeier große Chancen eingeräumt, falls die Union keinen ähnlich populären Kandidaten seines Kalibers ins Rennen schickt.

Gauck war im Februar 2012 zum Staatsoberhaupt gewählt worden. Der 76-Jährige will aus Altersgründen nicht wieder kandidieren. Gauck war gemeinsamer Kandidat von Union, FDP, SPD und Grünen und hatte im ersten Wahlgang eine überragende Mehrheit erhalten.

1/12

Wer könnte auf Gauck folgen?

Margot Käßmann

Laut Medienberichten wollte SPD-Chef Sigmar Gabriel Margot Käßmann als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten gewinnen. Er habe darüber auch schon mit Linkspartei und Grünen gesprochen. Doch dann meldete Käßmann sich selbst zu Wort und stellte klar: Sie will nicht Bundespräsidentin werden. Käßmann war bis 2010 EKD-Ratsvorsitzende. Von diesem Amt trat sie wegen einer Alkoholfahrt zurück. Aktuell ist sie EKD-Botschafterin für das 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 14. November 2016 um 05:40 Uhr.

Darstellung: