Bundeskanzlerin Merkel verlässt das Kanzleramt. | Bildquelle: dpa

Treffen zu Gauck-Nachfolge Einigung? Vielleicht heute

Stand: 13.11.2016 20:06 Uhr

50 Minuten haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD im Kanzleramt über eine Gauck-Nachfolge beraten. Das Ergebnis: Es gibt zunächst noch keines. CDU und CSU überlegen, ob sie SPD-Kandidat Steinmeier unterstützen oder einen eigenen ins Rennen schicken.

Wer wird Kandidat für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck? Die Koalitonspartner haben sich nicht einigen können - noch nicht. Grade 50 Minuten dauerte ein Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel. Dann ging Gabriel. Gabriel hielt an seinem Vorschlag, Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten ins Rennen zu schicken, fest. Eine Entscheidung ist vertagt - womöglich gibt es sie am Montagmorgen.

Dann nämlich wollen CDU und CSU entscheiden, ob Steinmeier auch für sie in Frage kommt, so der stellvertretende Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Thomas Baumann, in der tagesschau. Die Präsidien der Unionsparteien wollen darüber in Schaltkonferenzen beraten.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen schloss eine schnelle Einigung auf Steinmeier nicht aus. Am Montag werde man wissen, ob es einen oder zwei Kandidaten gebe, so Röttgen in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. "Und beides wäre kein Drama."

Spitzentreffen bringt erneut keinen Bundespräsidentschaftskandidaten hervor
tagesthemen 22:45 Uhr, 13.11.2016, Annekarin Lammers, ARD Berlin

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Gemeinsamer oder getrennter Kandidat?

Eine Alternative zu einem gemeinsamen Kandidaten Steinmeier wäre, dass die Union mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen geht. Aus den Reihen der Union war zuletzt Bundesbankpräsident Jens Weidmann genannt worden. Für ihn sprach sich Seehofer aus.

Eine weitere Option wäre der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Falls er nominiert würde, könnte das ein Signal für Schwarz-Grün sein.

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Wer könnte auf Gauck folgen?

Margot Käßmann

Laut Medienberichten wollte SPD-Chef Sigmar Gabriel Margot Käßmann als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten gewinnen. Er habe darüber auch schon mit Linkspartei und Grünen gesprochen. Doch dann meldete Käßmann sich selbst zu Wort und stellte klar: Sie will nicht Bundespräsidentin werden. Käßmann war bis 2010 EKD-Ratsvorsitzende. Von diesem Amt trat sie wegen einer Alkoholfahrt zurück. Aktuell ist sie EKD-Botschafterin für das 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. November 2016 um 17:15 Uhr.

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