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Die Gletscher schmelzen, die Meeresspiegel steigen, die Sommer werden heißer: Der Klimawandel lässt sich nicht mehr ignorieren. Auch im Internet gibt es mittlerweile eine Flut von Informationen zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimarettung. tagesschau.de gibt eine Übersicht über die interessantesten und wichtigsten Seiten.
Von Sinje Stadtlich für tagesschau.de
[Bildunterschrift: Dieser Eisblock in Patagonien im Süden Argentiniens ist vom Upsala-Gletscher abgebrochen. ]
Eine gute Einführung in das Thema ist das Dossier "Klimawandel" der Bundeszentrale für Politische Bildung. Hier werden grundsätzliche Fragen geklärt wie der Unterschied zwischen Wetter und Klima, aber auch Klimamodelle und –szenarien für die Zukunft vorgestellt. Auch die Broschüre "Herausforderung Klimawandel" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet eine gute Übersicht: Neben Definitionen und Klimamodellen wird das Klima der letzten 100 Jahre analysiert, und es werden Prognosen für die Zukunft versucht.
Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat Informationsblätter zu verschiedenen Bereichen wie Energie, Nahrung oder Biodiversität zusammengestellt, die auf englisch die wichtigsten Fakten zusammenfassen. Vielfältiges Material wie Statistiken und Grafiken zu Temperaturtrends, CO2-Emissionen und zur Veränderung des Niederschlags gibt es auf den Seiten des Hamburger Bildungsservers.
[Bildunterschrift: Die Politik soll Lösungen schaffen: Mit Angela-Merkel-Masken protestieren am 24.10.2009 Aktivisten in Berlin für eine bessere Klimapolitik. (Archiv) ]
Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz hat eine Klimaschutzinitiative gestartet. Verschiedene Klimaschutzprojekte an Schulen werden durch Förderprogramme unterstützt. Eines davon ist die "Aktion Klima!", die Unterrichtsmaterial zum Thema Klimaschutz von Lehrern für Lehrer bereitstellt. Wissenschaftlich unterstützt wird die Bundesregierung vom Umweltbundesamt, das unter anderem einen CO2-Rechner bereitstellt, mit dem man seinen persönlichen CO2-Ausstoß berechnen kann. Die Europäische Kommission liefert auf ihrer Seite Broschüren und FAQs zu verschiedensten Klima-Themen, zum Beispiel zur Emissionsreduktion im Energie- und Transportsektor.
Der Intergovernmental Panel on Climate Change (der Weltklimarat) ist ein wissenschaftlicher Ausschuss der UNO. Er soll Risiken der globalen Erwärmung beurteilen und die Regierungen beraten. Im Frühjahr 2007 gab der IPCC den Bericht "Klimaänderung 2007" heraus und schreckte damit viele auf. Der Bericht macht deutlich, dass gegen den Klimawandel sofort gehandelt werden müsse. Unter anderem für diesen Bericht wurde dem Klimarat zusammen mit Al Gore 2007 der Friedensnobelpreis verliehen. Publikationen über das Ausmaß des Klimawandels sind auch auf den Seiten des UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) veröffentlicht. Hier gibt es eine Übersicht über die wichtigen internationalen Akteure im Klimawandel. In seiner Multimedia-Abteilung bietet das UNEP unter anderem interessante Filme, Fotos und Podcasts über den Klimawandel in Afghanistan, Costa Rica und Afrika.
[Bildunterschrift: Auf ihm ruhen viele Hoffnungen für einen Wechsel in der Klimapolitik: US-Präsident Barack Obama, hier beim G20-Gipfel in Pittsburgh am 25.09.2009. ]
Der Klimawandel ist mittlerweile international eines der wichtigsten politischen Streitthemen. Eine globale Einigung scheint weit entfernt. Momentane völkerrechtliche Grundlage für den Klimaschutz ist das 1997 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll, das erstmals verbindliche Ziele für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festlegt. Eine Liste aller bisherigen Umweltabkommen liefert das UNEP.
Die Homepage der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (engl. United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) zählt schon den Countdown bis Kopenhagen. Das internationale Umweltabkommen UNFCCC hat es zum Ziel, die globale Erwärmung zu verringern. In Kopenhagen werden sich zwischen dem 7. und dem 18. Dezember die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention zu Beratungen treffen. Ziel ist es, ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beschließen, das 2012 ausläuft. Auf der offiziellen Seite der Konferenz gibt es die aktuellen Nachrichten, ein Klima-Quiz und verschiedene Klima-Blogs. Die historischen und wissenschaftlichen Hintergründe der Klimakonferenz erklärt auch das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz. Hier findet sich außerdem alles Wissenswerte zu den vorangegangenen Klima-Verhandlungsrunden. Die Initiative "Countdown to Copenhagen" - ein Zusammenschluss von Kirchen, evangelischen Entwicklungswerken und ökumenischen Initiativen - fordert von den Regierungen, in Kopenhagen zu einem "fairen und effektiven Abschluss" zu kommen. Hier können Interessierte sich am "Kopenhagen-Aufruf der Kirchen" beteiligen, der auf Schritte zur CO2-Minderung und Hilfe für Entwicklungsländer drängt.
Klima und Klimawandel sind ein weites Forschungsfeld, mit dem sich die verschiedensten Einrichtungen und Institute beschäftigen. So erforscht zum Beispiel das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg das Erdklima. Es bietet eine interessante Liste von FAQs, die mit Themen von Golfstrom über Hurrikans bis hin zur globalen Erwärmung beschäftigt. Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung beschäftigt sich mit Fragestellungen zum Globalen Wandel, der Klimawirkung und der nachhaltigen Entwicklung.
[Bildunterschrift: Eine Graphik des Climate Prediction Center zeigt die Temperaturen der Ozeane mit Abweichungen an. ]
Die Klimaüberwachung des Deutschen Wetterdienstes soll in regelmäßigen Abständen den Zustand des Klimasystems darstellen und vergleichen. Dazu sind lange Zeitreihen meteorologischer Größen notwendig. Das Climate Prediction Center ist eine Einrichtung des nationalen Wetterdienstes der USA und liefert auf seiner Homepage viele interessante Wetterprognosen und -rückblicke. So kann man zum Beispiel unter "Storm Tracks" die Entwicklung von Stürmen verfolgen.
Auf den Seiten des Goddard Space Flight Center der Nasa findet sich eine umfangreiche Sammlung von Animationen über die Auswirkungen des Klimawandels für Ozeane, Polargebiete, Land und Atmosphäre. "Wie können wir unseren Energieverbrauch senken?" Das ist eine der Fragen, mit denen sich das Environmental Change Institute (ECI) der Oxford-Universität befasst. Daneben betreibt es Forschungen zu Klima und Ökosystemen. Das ECI ist Teil des Oxford Centre for Tropical Forests, einem Netzwerk von Organisationen, die zum Tropischen Regenwald forschen.
[Bildunterschrift: Die Vernichtung des Regenwaldes verschlimmert den Klimawandel: Illegale Brandrodung eines Waldstücks in Riau auf der Insel Sumatra. ]
Nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch handeln und den Klimawandel aktiv aufhalten wollen diverse Umweltschutzorganisationen. Greenpeace erklärt auf seiner Homepage den Treibhauseffekt und die Ozonloch-Problematik. Die Organisation fordert, der Klimaschutz brauche eine Energiewende.
Zwar trifft der Klimawandel am stärksten die ärmeren Länder auf der Südhalbkugel, aber auch in Deutschland hinterlässt er deutliche Spuren: Meeresspiegelanstieg, Extremwettersituationen und Hochwasser in den Flüssen. Das zeigt der Report "Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschland" der Organisation Germanwatch. Der WWF betrachtet das Jahr 2009 als "Jahr der Entscheidung: Klimawandel oder Klimaschutz?" Auf öffentlichen Druck in Kopenhagen drängt auch die Klima-Allianz, ein Zusammenschluss von über 100 Gruppen aus Kirchen, Entwicklungsorganisationen, Umweltverbänden und Gewerkschaften. Ihre Internet-Seite versteht sich als Informationsplattform für alle, die selbst aktiv werden wollen. Und wer mehr wissen möchte über Umweltschutzprojekte im Regenwald, der kann sich bei dem Verein "Rettet den Regenwald" informieren.
Und weil Klimaschutz nicht nur ein Thema der Regierungen und auf den internationalen Politik-Gipfeln ist, sondern in jedem einzelnen Haushalt anfängt, gibt der WWF Energiespartipps – unter dem Motto "Jeder kann das Klima schützen". Ob heizen, waschen, kochen oder einkaufen, an vielen Stellen kann täglich Energie gespart und die Umwelt geschützt werden. Die "77 besten Tipps" dafür gibt der NABU, denn: "Klimaschutz beginnt im Haushalt."
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