Kita | Bildquelle: a (Retzlaff)

Schlichterspruch im Kita-Streik Die Lösung heißt Gehaltserhöhungen

Stand: 23.06.2015 14:56 Uhr

Die Schlichter bei den Tarifverhandlungen für die Kita-Erzieher und Sozialarbeiter haben sich einvernehmlich auf verschiedene Erhöhungen für die einzelnen Berufsgruppen geeinigt. Im April waren die Verhandlungen gescheitert.

Die Schlichter bei den Tarifverhandlungen für die Kita-Erzieher und Sozialarbeiter haben sich einvernehmlich auf verschiedene Erhöhungen für die einzelnen Berufsgruppen geeinigt. Das gaben der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) und der ehemalige Oberbürgermeister von Hannover Herbert Schmalstieg (SPD) als Schlichter im bayerischen Bad Brückenau bekannt.

"Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, einen einvernehmlichen Schlichterspruch hinzubekommen", sagte Milbradt. Er hoffe, "dass wir das Thema Streik damit zu den Akten legen können". Beide Schlichter empfahlen den Tarifparteien, die Empfehlung anzunehmen. Sollten die Gewerkschaften und die Arbeitgeber dies tun, könnte der neue Tarifvertrag ab Juli 2015 und für fünf Jahre gelten. Schmalstieg sagte, die Vorschläge enthielten für die Erzieherinnen und Sozialarbeiter Erhöhungen in den einzelnen Berufsgruppen von 2 bis 4,5 Prozent.

Schlichter präsentieren Kompromissvorschlag
tagesthemen 22:15 Uhr, 23.06.2015, Frank Sterath, BR

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Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden

Der Beamtenbund DBB begrüßte den Vorschlag grundsätzlich. Anders als beim vorherigen Angebot der Arbeitgeber profitiere von dem Schlichterspruch der größte Teil der Betroffenen in allen Bereichen des Sozial- und Erzieherbereichs, erklärte DBB-Verhandlungsführer Andreas Hemsing. Der Kompromissvorschlag bilde "eine gute Grundlage für die nächste Verhandlungsrunde". Die Tarifverhandlungen sollen auf dieser Basis bereits am Mittwoch fortgesetzt werden.

Die Tarifverhandlungen für die rund 240.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst waren im April vorerst gescheitert. Es folgten vier Wochen Streiks. Die Gewerkschaften forderten eine bessere Bezahlung der Erzieher. Dies sollte nicht mit einer pauschalen Lohnerhöhung erreicht werden, sondern durch eine höhere Eingruppierung in der Gehaltstabelle, und zwar durch mehrere Stufen. Je nachdem, wie viel Berufserfahrung die Mitarbeiter haben, konnte das einen Lohnzuwachs von bis zu 15 Prozent bedeuten. Für Kita-Leiter forderten die Gewerkschaften einen Zuwachs von teilweise mehr als 17 Prozent. Im Durchschnitt sollten die Angestellten zehn Prozent mehr verdienen.

Schlichterspruch im Kita-Streik
N. Steiche, DLF
24.06.2015 03:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Juni 2015 um 12:00 Uhr.

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