CDU kritisiert SPD-Plan für kostenlose Kita-Plätze

Aus Folie geschnittene Kinderhände in einer Berliner Kita (Bildquelle: dpa)

Union kritisiert SPD-Kita-Pläne

Der erwartbare Gegenwind

Nach der SPD-Ankündigung, im Falle eines Wahlsieges Kita-Plätze kostenlos zur Verfügung zu stellen, ernten die Sozialdemokraten Kritik aus der Union. Der Vorschlag höre sich "erst einmal prima an, ist aber leider unglaubwürdig", sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner der "Süddeutschen Zeitung".

Auch inhaltlich lehnt sie den Vorschlag ab, den die SPD auf ihrem Parteikonvent beschlossen hatte: "Breite Schultern müssen mehr leisten", sagte sie und wandte sich so gegen die Gebührenbefreiung für Gutverdiener.

Kinder in einer Kita (Bildquelle: picture-alliance/ dpa)
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Kita-Plätze umsonst? Die SPD ist dafür, die CDU dagegen.

Negativbeispiel Berlin

Laut Klöckner müsse der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück umgehend offenlegen, wie er seine Pläne gegenfinanzieren wolle. Schließlich gebe es auch Länder, die sich einen Wegfall von Gebühren für Kindertagesstätten nicht leisten können.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder verweist auf die Situation in Berlin. In dem SPD-regierten Bundesland bekämen wohlhabende und bedürftige Familien für mehrere Jahre einen kostenlosen Kita-Platz. Das habe dazu geführt, dass Erzieher schlecht bezahlt würden und kein Geld für den Ausbau der Betreuungseinrichtungen vorhanden sei, sagte Schröder. So werde "das Solidarprinzip ad absurdum geführt".

Stand: 17.06.2013 10:43 Uhr

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