LKA sichtet Kinderpornografie

67 Verdächtige Bundesweite Kinderporno-Razzia

Stand: 20.07.2017 11:48 Uhr

Erst vor knapp zwei Wochen gelang Ermittlern ein empfindlicher Schlag gegen Kinderpornografie im Darknet. Jetzt melden die Fahnder den nächsten Erfolg. Sie ermitteln gegen 67 Verdächtige.

Vorwurf Kinderpornografie: Ermittler haben die Wohnungen von 67 Tatverdächtigen in Deutschland durchsucht. Die Beschuldigten im Alter von 18 bis 80 Jahren stehen im Verdacht, über den Onlinedienst "Chatstep" Bilder und Videos mit Kinderpornografie getauscht zu haben.

Die Aufnahmen zeigten schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Kleinstkindern sowie sexuelle Gewalt gegen Kinder, teilten die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Um die mutmaßlichen Täter zu identifizieren, habe der US-amerikanische Betreiber der Internet-Plattform mit dem BKA zusammengearbeitet.

Verdächtige aus mehreren Bundesländern

Die meisten Tatverdächtigen kommen aus Hessen, Niedersachsen (je neun), Bayern und Nordrhein-Westfalen (je acht) sowie Baden-Württemberg (fünf). Die Durchsuchungen erfolgten in der Zeit zwischen dem 5. und 19. Juli.

Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Ermittler einen großen Schlag gegen Kinderpornografie gemeldet. Dabei wurde eine der größten internationalen Kinderpornografie-Plattformen im Darknet, "Elysium", stillgelegt. 14 Verdächtige wurden festgenommen. Zwölf von ihnen wird sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.

Sieben Beschuldigte - fünf Deutsche und zwei Österreicher - kamen in Untersuchungshaft. Auf der 87.000 Nutzer zählenden Plattform "Elysium" wurden kinderpornografische Bilder und Videos ausgetauscht, darunter Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs. Die Opfer waren Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 20. Juli 2017 um 10:15 und 11:15 Uhr jeweils in den Nachrichten sowie um 15:50 Uhr.

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