Kerry und Steinmeier in Berlin | Bildquelle: dpa

Treffen von Kerry und Steinmeier USA wollen 15.000 Flüchtlinge mehr aufnehmen

Stand: 21.09.2015 05:38 Uhr

Die USA haben angekündigt, in der Flüchtlingskrise mehr zu tun. Außenminister Kerry sagte nach Gespräche mit seinem deutschen Amtskollegen Steinmeier in Berlin, sein Land werde 15.000 Schutzsuchende mehr aufnehmen als geplant.

Die USA wollen im kommenden Jahr 15.000 Flüchtlinge mehr als geplant aufnehmen. Außenminister John Kerry sagte nach Gesprächen mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Berlin, damit werde die Aufnahme-Obergrenze für 2016 auf 85.000 erhöht. 2017 sollten dann 100.000 Hilfesuchende in den USA Aufnahme finden. Wie viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien dabei sein sollen, sagte er nicht. Sein Land sei bereit, bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu helfen, erklärte er lediglich.

Die USA waren von mehreren Seiten aufgefordert worden, in der Flüchtlingskrise mehr zu tun. Präsident Barack Obama hatte jüngst erklärt, sein Land wolle mindestens 10.000 Syrer im kommenden Jahr aufnehmen.

Auf die Frage, warum die USA sich nicht stärker bei der Aufnahme von Migranten engagieren, antwortete Kerry, zum einen gebe es strenge Sicherheitsauflagen, zum anderen habe der Kongress dafür noch keine weiteren Mittel freigegeben. Die Regierung tue das, was sie sofort unternehmen könne.

Bei der Situation in Syrien nähern sich die USA und Russland wieder an, obwohl Russland seine militärische Präsenz auszubauen scheint. Kerry sagte am Samstag in London, Washington und Moskau hätten die gleichen Ziele, nämlich den "Islamischen Staat" zu zerstören, berichtet ARD-Korrespondent Ivo Marusczyk. Deswegen liefen seit einiger Zeit auch wieder Gespräche zwischen den USA und Russland. Allerdings besteht Washington darauf, dass Syriens Präsident Bashar al-Assad abtreten muss, während Moskau ihn unterstützt und im Amt halten will.

Kerry und Steinmeier beraten über Lage in Syrien
tagesschau 20:00 Uhr, 20.09.2015, Oliver Köhr, ARD Berlin

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