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Es ist Rosenmontag, der Tag der Narren in ganz Deutschland. Besonders in den Karnevals-Hochburgen an Rhein und Main haben die Menschen ausgelassen den Höhepunkt des diesjährigen Straßenkarnevals gefeiert.
[Bildunterschrift: Hoffnung auf Kamelle. Wie hier in Köln sind Tausende auf den Straßen und feiern Karneval. ]
In Köln startete der Zug unter dem Motto "Jedem Jeck sing Pappnas". Hunderttausende Menschen säumten die Straßen, als der "Zoch" auf seiner sieben Kilometer langen Strecke durch die Stadt zog. Nach Angaben des Festkomitees Kölner Karneval wurden dabei rund 300 Tonnen Süßigkeiten in die feiernde Menge geworfen - darunter 700.000 Tafeln Schokolade und über 200.000 Pralinenschachteln. Einen der Wagen schmückte ein überlebensgroßer Lukas Podolski. Das Wetter meinte es am Rosenmontag gut mit den Narren: Nach Kältewelle und Schmuddelwetter an den vergangenen Tagen zeigte sich bei recht milden Temperaturen die Sonne.
Viel Spott musste der zurückgetretene Bundespräsident Christian Wulff ertragen. In Köln wurde er aus einem zu großen Anzug gezogen, dahinter war ein "Kaufhaus Vorteilsnahme" nachgebaut. In Düsseldorf stürzte er als gerupfter Bundesadler ab. Dazu der Schriftzug "Und Tschüss...". In Mainz ging er als Boxer zu Boden. Weil Wulff erst am Freitag zurückgetreten war, mussten die Wagen zum Teil kurzfristig umgebaut und -dekoriert werden.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel war in diesem Jahr erneut ein beliebtes Motiv. In Düsseldorf lag auf ihrem Bauch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Anspielung auf die enge Zusammenarbeit der beiden Politiker in der europäischen Schuldenkrise. Außerdem musste Merkel auf dem Koalitions-Tandem eine zum Skelett zerfallene FDP mitziehen. Das diesjährige Motto in Düsseldorf lautet: "Hütt dommer dröwer lache" - "Heute lachen wir darüber".
Pünktlich um 11.11 Uhr setzte sich in Mainz der 111. Rosenmontagszug in Bewegung. Mehr als 9500 Narren beteiligten sich an dem Umzug, der auf einer Strecke von 7,2 Kilometern durch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt führt. Die traditionellen Schwellköppe ziehen unter dem Motto "Dem Zeitgeist närrisch auf der Spur, mit Mainzer Fassenachtskultur" durch die Innenstadt. Auch hier nehmen die Karnevalisten mit Motivwagen das aktuelle politische Geschehen auf die Schippe.
In Rottweil brachen die Fastnachter unter dem Johlen tausender Zuschauer zum traditionellen Narrensprung durch die Stadt auf. Auf dem Weg durch das mittelalterliche Zentrum der ältesten Stadt Baden-Württembergs vollführen die Narren mit Hilfe ihrer Stangen wilde Sprünge. Der Rottweiler Narrensprung ist einer der Höhepunkte in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht - und einer der traditionellsten Umzüge im Südwesten.
Mit einem "Alleh Hopp - das Saarland steht Kopp" begehen die Narren im Saarland die Karnevalszeit. Zehntausende feierten bei den Rosenmontagsumzügen. Am Abend startet ein Zug durch Burbach. Auch Hessen ist närrisch unterwegs. Der längste Zug ging durch Fulda. Dort formten etwa 240 Gruppen und Wagen einen "rekordverdächtigen" Zug.
In Bayern steht der Höhepunkt der tollen Tage erst am Dienstag an. Dann werden beim traditionellen Tanz der Marktweiber die Münchner Narren in der Fußgängerzone unterwegs sein und Fasching feiern.
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