Aufstellung des Kabinetts nach dem kabinett-o-mat Ergebnis

Auswertung der Nutzerbefragung Wer beim Kabinett-O-Mat vorne lag

Stand: 26.10.2017 12:01 Uhr

Eine Woche konnten Nutzer von tagesschau.de und br24.de ihr eigenes Jamaika-Kabinett aufstellen. Die Auswertung von rund 6700 Nutzer-Kabinetten ergab einige Überraschungen - etwa für Christian Lindner und Katrin Göring-Eckardt.

Anlässlich der Jamaika-Sondierungsgespräche haben tagesschau.de und br24.de die Nutzer gebeten, ihr persönliches Wunsch-Kabinett aufzustellen. Zur Auswahl standen bekannte und aussichtsreiche Politiker von Union, FDP und Grünen. Diese Politiker sollten jeweils den 15 bestehenden Ministerposten der vergangen Wahlperiode zugeordnet werden. Angela Merkel war als Bundeskanzlerin gesetzt.

Nach einer Woche konnte BR Data rund 6700 gültige Kabinett-Aufstellungen auswerten. Dabei ist zu beachten: Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ und geben nur ein grobes Stimmungsbild der Nutzer wieder. Manche User verwendeten den Kabinett-O-Mat dazu, offensichtlich nicht ganz ernst gemeinte Kabinette aufzustellen. Auch das konnten wir nicht berücksichtigen.

Amtsinhaber treffen auf Spitzenkandidaten

Beliebt waren vor allem Politiker, die bereits einen Ministerposten inne hatten. Die freigewordenen Posten des bisherigen Koalitionspartners SPD wurden vor allem durch Spitzenkandidaten und bekannte Köpfe der möglichen Jamaika-Koalitionspartner FDP und Grüne besetzt.

Christian Lindner und Katrin Göring-Eckardt wurden jeweils auf zwei Ministerposten gewählt und das mit deutlichem Vorsprung. Ihre Posten im fiktiven Kabinett verloren haben hingegen Thomas de Maizière (Innenminister, CDU), Christian Schmidt (Landwirtschaftsminister, CSU) und Wolfgang Schäuble (Finanzminister, CDU), der im neuen Bundestag bereits die Aufgabe des Bundestagspräsidenten übernommen hat.

De Maizière beliebt - aber ohne Ministerium

Die Auswertung der insgesamt am häufigsten gewählten Politiker zeigt ein leicht anderes Bild: De Maizière schafft es hier auf den siebten Platz, obwohl er kein Ministerium für sich gewinnen konnte. Unter den 15 am häufigsten gewählten Politikern haben ansonsten nur Anton Hofreiter und Jens Spahn keinen Ministerposten bekommen. Sie haben zwar insgesamt viele Stimmen, diese verteilen sich aber auf mehrere Ministerien. Die beiden ebenfalls im Kabinett-O-Mat vertretenen Alexander Dobrindt (Verkehrsminister, CSU) und Gerd Müller (Minister für Entwicklungshilfe, CSU), schaffen es auf Platz 19 und 31.

Sechs gleiche Kabinette

Insgesamt wurden 8962 Abstimmungsergebnisse ausgewertet. Davon waren 6751 Ergebnis verwertbar: Nicht gewertet wurden unvollständige Kabinette und Kabinette, in denen ein Politiker für mehrere Ministerien eingesetzt wurde. Hat ein Benutzer mehrmals auf den Teilen-Button gedrückt, wurde nur die jeweils letzte Kabinett-Zusammensetzung für die Auswertung verwendet.

Unter 6700 Nutzer-Kabinetten wurde sechs mal das genau gleiche Kabinett aufgestellt. Da es mehr als zwei Quadrilliarden (eine Zahl mit 27 Nullen) mögliche Kabinett-Zusammenstellungen gibt, grenzt das schon fast an ein Wunder.

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