Kevin Kühnert | Bildquelle: dpa

No-GroKo-Kampagne Jusos dementieren Hilfe aus Russland

Stand: 16.02.2018 11:38 Uhr

Juso-Chef Kevin Kühnert ist auf Werbetour für seine Kampagne gegen die GroKo. Dabei soll er auch Hilfe aus Russland angenommen haben, berichtet die "Bild" und veröffentlicht angebliche E-Mails. Die Jusos dementieren.

Die Jusos wehren sich gegen Vorwürfe, ihr Vorsitzender Kevin Kühnert habe russische Hilfe für eine Social-Media-Kampagne gegen eine neue Große Koalition angenommen. Die in einem Bericht der "Bild"-Zeitung zitierten E-Mails von Kühnert seien gefälscht, sagte Juso-Sprecher Benjamin Köster. Die Sozialdemokraten prüfen, ob sie eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten. "Solche Methoden machen wir nicht, brauchen wir auch nicht", sagt der Juso-Sprecher. Der SPD-Nachwuchs verwies zudem darauf, dass es technisch nicht möglich sei, von dem genannten Account mit der Endung "jusos.de" E-Mails zu verschicken.

Echtheit der Mails unbelegt

"Bild" hatte von angeblichen E-Mails berichtet, die dem Blatt zugespielt worden seien, deren Echtheit sich aber nicht belegen ließe. Demnach soll ein Russe namens "Juri" aus St. Petersburg Kühnert Unterstützung bei der Kampagne gegen die Neuauflage der Großen Koalition angeboten haben. Kühnert habe diese Hilfe gerne angenommen, so der angebliche Informant.

Werbetour für NoGroKo

Derweil ist Kühnert auf Werbetour für ein Nein zum Koalitionsvertrag von Union und SPD. Der Vertrag trage nicht zur Lösung wichtiger Fragen zu sozialer Gerechtigkeit oder Klimaschutz bei, sagte Kühnert im Rahmen seiner Tour an der Universität in Göttingen. "Das ist eine mutlose Art der Politik. Sie sorgt dafür, dass die SPD nicht mit Alleinstellungsmerkmalen wahrgenommen wird." Mehr als 463.000 SPD-Mitglieder können zwischen dem 20. Februar und 2. März über den Koalitionsvertrag abstimmen.

SPD-Mitglieder stimmen über den Koalitionsvertrag ab
Mittagsmagazin, 16.02.2018, Ellis Fröder, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichtete das ARD Mittagsmagazin am 16. Februar 2018 um 13:00 Uhr.

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