Jugendkanal

Genehmigung von Ministerpräsidenten Jugendangebot von ARD und ZDF kann kommen

Stand: 09.10.2015 14:50 Uhr

Fünf Jahre lang wurde diskutiert, jetzt kann es aus Sicht der Länderchefs losgehen: Auf der Ministerpräsidentenkonferenz gaben sie einstimmig das Startsignal für den Jugendkanal von ARD und ZDF im Internet. Der soll im Oktober 2016 online gehen.

Die Länder haben den geplanten Online-Jugendkanal von ARD und ZDF genehmigt. Die Regierungschefs segneten das Medien-Projekt der öffentlich-rechtlichen Sender am Ende ihrer zweitägigen Ministerpräsidentenkonferenz in Bremen einstimmig ab. Im Dezember soll der Staatsvertrag unterzeichnet werden. Seine Premiere soll das "Junge Angebot" dann im Oktober des kommenden Jahres feiern.

Der Kanal richtet sich an junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren. Auf einer Internetplattform sollen sie crossmedial auf verschiedenste Beiträge aus Radio, Fernsehen und Inhalte aus Online-Foren zugreifen können. Dabei werden etwa die Genres Musik und Jugendkultur, Wissen und Service sowie Comedy und Unterhaltung abgedeckt.

"Was lange währt, wird endlich gut"

"Der heutige Beschluss ist eine sehr erfreuliche Nachricht und ein weiterer wichtiger Schritt", sagte der ARD-Vorsitzende und NDR-Intendant Lutz Marmor zur Entscheidung der Ministerpräsidenten. "Jetzt müssen noch die 16 Landesparlamente den Weg frei machen. Was lange währt, wird endlich gut."

Fünf Jahre war über die Idee eines speziell an die Jugend gerichtetes Angebot diskutiert worden. Im Oktober 2014 einigten sich die Länderchefs auf das Projekt eines digitalen Kanals. Rund 45 Millionen Euro sollen in das Projekt investiert werden, dafür fallen die Digitalkanäle EinsPlus und ZDFkultur weg.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD) war überzeugt, dass mit dem Jugendkanal ein "zeitgemäßes" Angebot für junge Leute geschaffen werde.

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