Hildesheim | Bildquelle: dpa

Bundesanwaltschaft zu Islamisten-Festnahme "Walaa war der Kopf des Netzwerks"

Stand: 08.11.2016 16:48 Uhr

Nach der Festnahme des Islamisten Walaa und vier seiner Unterstützer hat Bundesanwalt Frank Details mitgeteilt. Sie hätten junge Menschen für den Dschihad rekrutiert "und Walaa war der Kopf des Netzwerks".

Von Georg Heil, Volkmar Kabisch und Georg Mascolo

Im Morgengrauen stürmen Spezialeinheiten der Polizei zeitgleich mehrere Wohnungen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dabei werden fünf Männer verhaftet. Der Haftrichter beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte Haftbefehl erlassen, weil die Männer eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt hätten, wie es in einer Pressemitteilung des Generalbundesanwalts heißt.

Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein Mann, den die Behörden für einen wichtigen Unterstützer des "Islamischen Staats" in Deutschland halten: Ahmad Abdelaziz A., der in der islamistischen Szene nur Abu Walaa genannt wird. Ihn trafen die Beamten in Bad Salzdetfurth nahe Hildesheim an. Der Prediger und vier seiner Vertrauten sollen junge Menschen für den Dschihad rekrutiert haben. Die Ermittlungen hatten Monate gedauert.

Zwei der fünf festgenommenen mutmaßlichen IS-Unterstützer sind inzwischen in Untersuchungshaft genommen worden. Die drei anderen IS-Verdächtigen, darunter der 32 Jahre alte Abu Walaa, sollen noch heute dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden.

Abu Walaa | Bildquelle: NDR
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Von Abu Walaa gibt es nur wenige Aufnahmen.

Abu Walaa | Bildquelle: NDR
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Für seine Videos lässt er sich zumeist von hinten filmen.

Mehr als 900 Menschen zogen in den Krieg

Generalbundesanwalt Peter Frank sagte dazu heute gegenüber NDR, WDR und SZ: "Abu Walaa war nach unserer Erkenntnis der führende Kopf dieses Netzwerkes, der um sich herum Gleichgesinnte gruppiert hat, die andere angesprochen haben, andere geschult haben. Er war der geistige Kopf, der geistige Vater dieses Netzwerks. Deswegen ist er für uns so wichtig." Der Bundesanwalt verweist darauf, dass in der Vergangenheit mehr als 900 Personen aus Deutschland in den syrisch-irakischen Bürgerkrieg gezogen seien. "Diese Personen, die wir heute festgenommen haben, die sind für uns unter anderem verantwortlich dafür, dass sich hier in Deutschland eine solche Radikalisierungsszene gebildet hat. Erst auf diesem Boden konnten sich Leute bereit finden, in den Bürgerkrieg zu ziehen. Die Festgenommenen haben hier in Deutschland also letztendlich die ideologisch-geistige Grundlage dafür geschaffen, dass sich aus Deutschland viele für diesen Bürgerkrieg begeistern konnten."

"Wichtiger Erfolg gegen den IS"

"Den Sicherheitsbehörden ist heute ein wichtiger Erfolg gelungen im Kampf gegen ein mutmaßliches Netzwerk, dass für den so genannten IS, eine Terrororganisation, in Deutschland Mitglieder geworben hat, Unterstützungshandlungen aller Art versucht hat - auch aus Moscheen heraus.

Der Erfolg gegen dieses Netzwerk ist eine gute Nachricht und zeigt, dass die Sicherheitsbehörden, in dem Fall insbesondere die Sicherheitsbehörden von Bundesländern, aktiv, entschlossen und wachsam sind. Wir wollen nicht, dass Terrorismus in Deutschland stattfindet, wir wollen nicht, dass Terrorismus aus Deutschland exportiert wird und wir wollen verhindern, dass Menschen so radikalisiert werden, dass sie in der Gefahr stehen, Terroristen zu werden."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière

Bekannt als "der Prediger ohne Gesicht"

Abu Walaa ist im nordirakischen Kirkuk geboren, 32 Jahre alt. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Deutschland. Im Internet veröffentlicht er regelmäßig Videos - immer mit dem Rücken zur Kamera, gekleidet in schwarzem Tuch. Zu sehen sind nur die Ohren und der wuchernde Vollbart. Der "Prediger ohne Gesicht" indoktriniert, hetzt und ruft dazu auf, das Land der Ungläubigen zu verlassen. Verbreitet werden seine Botschaften über Facebook, YouTube, Chatgruppen und sogar über eine eigene Handyapp.

Bundesjustizminister Heiko Maas bezeichnete die Festnahmen als "wichtigen Schlag gegen die extremistische Szene in Deutschland". Die Ermittlungen zeigten, dass die Behörden wachsam seien und "sehr konsequent gegen Terrorverdächtige" vorgingen.

Mutmaßliche Islamisten festgenommen
tagesthemen 22:20 Uhr, 08.11.2016, Britta von der Heide / Georg Heil / Volkmar Kabisch, NDR

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Walaa soll Reisen in den Dschihad organisiert haben

Abu Walaa soll auch Reisen in den Dschihad organisiert haben. Er sei der "oberste Repräsentant des IS in Deutschland", sagt Anil O., ein junger Mann, den Reporter von NDR, WDR und SZ im Juli in der Türkei getroffen und interviewt haben. Der Rückkehrer aus dem IS-Gebiet belastet Abu Walaa schwer.

Anil O. ist 22 Jahre alt, er hatte in Aachen angefangen, Medizin zu studieren. Doch zur selben Zeit geriet er immer tiefer in die islamistische Szene, radikalisierte sich zusehends und traf irgendwann auch Abu Walaa. Er habe ihn in Hildesheim kennengelernt, sagt Anil O. Die dortige Moschee sei der "Platz Nummer 1" für alle, die zum IS wollten. Jeder in der islamistischen Szene wisse, dass Abu Walaa einer von wenigen Predigern in Deutschland sei, der den IS unterstütze und der Reisen nach Syrien organisiere. Dutzende Personen aus seinem Umfeld sollen so in den Dschihad gezogen sein.

Seit Herbst 2015 ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen Abu Walaa und sein Netzwerk. Ziel des Netzwerks sei es gewesen, Personen an den IS nach Syrien zu vermitteln, teilte sie nach den Festnahmen mit. Ende Juli dieses Jahres durchsuchten Beamte die Moschee in Hildesheim bereits schon einmal. Doch gefunden hatten sie damals offenbar wenig. Abu Walaa konnte bis jetzt weiter predigen - wohl auch, weil die Planungen für die Reisen sehr konspirativ abliefen, glauben die Ermittler.

Georg Mascolo, ARD-Terrorismusexperte, zu den Festnahmen
tagesschau24 15:00 Uhr, 08.11.2016

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"Es dürfen keine Handys mit in den Nebenraum genommen werden"

"Man geht in einen Nebenraum, lässt die Handys draußen", schildert auch Anil O. das Vorgehen. Aus Angst davor, abgehört zu werden, dürften keine Geräte mit in den Raum genommen werden. "Und dort wird man dann direkt angeleitet, wie der Reiseweg ist", sagt Anil O. Meist führe die Route über Istanbul, dann mithilfe von Schleusern über die Grenze nach Syrien. Unterstützt werden soll Abu Walaa dabei von Ahmed Y. und Mahmud O. - so schildert es Anil O. Sie würden illegale Pässe beschaffen und sich um die konkrete Reiseplanung kümmern. Auch diese beiden sind nun verhaftet worden - genauso wie Hasan C. und Boban S., zwei Prediger aus dem Ruhrgebiet, die ebenfalls zum Netzwerk von Abu Walaa gehören sollen. Den beiden Männern aus Nordrhein-Westfalen wird vorgeworfen, Islamisten Unterricht erteilt zu haben. "Der Unterricht diente dazu, die ideologischen und sprachlichen Grundlagen für eine zukünftige Tätigkeit beim "IS", insbesondere für die Teilnahme an Kampfhandlungen, zu schaffen", so die Bundesanwaltschaft.

Frank Bräutigam, SWR, zu den Festnahmen der IS-Unterstützer
tagesschau24 15:00 Uhr, 08.11.2016

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Anil O. hofft auf Strafmilderung

Anil O. sitzt mittlerweile ebenfalls in Untersuchungshaft in Deutschland - wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Einige Monate lang hatte er in Syrien verbracht - ehe er sich entschloss, vom IS zu fliehen. Er sagt, ihn hätten die Grausamkeiten dort abgestoßen. Nach seiner Flucht nahmen ihn die türkischen Behörden fest, aber nach einer kurzen Verhandlung vor einem Gericht in Gaziantep kam er frei und kehrte Ende September nach Deutschland zurück. Anil O. hat sich entschieden, gegen Abu Walaa und seine Vertrauten auszusagen. Er hofft auf Strafmilderung. Die Beschuldigten haben - sofern sie sich in der Vergangenheit dazu geäußert haben - eine Verbindung zum Terrorismus verneint.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. November 2016 um 12:00 Uhr.

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