Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze.

Medienbericht 9000 illegale Einreisen seit Januar

Stand: 22.03.2017 08:36 Uhr

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben seit Jahresbeginn knapp 9000 illegale Einreisen verzeichnet. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf die Bundespolizei. Damit läge die Zahl deutlich unter der des Vorjahres.

Trotz verschärfter Grenzkontrollen in Europa überqueren einem Medienbericht zufolge noch immer täglich Dutzende Migranten illegal die deutsche Grenze. Die Bundespolizei habe in den ersten zwei Monaten dieses Jahres 8758 unerlaubte Einreisen registriert und zur Anzeige gebracht, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Behördenangaben. Insgesamt seien die Zahlen seit einem Jahr aber rückläufig.

Im gesamten Jahr 2016 registrierte die Bundespolizei dem Bericht zufolge 167.500 illegale Einreisen. Das entspricht statistisch einer Zahl von etwa 14.000 Grenzübertritten pro Monat.

Demnach registrierte die Bundespolizei mit 3080 Fällen die meisten illegalen Grenzübertritte seit Jahresbeginn an der Grenze zu Österreich. Mit 1356 registrierten illegalen Grenzübertritten liege auch die Zahl an der schweizerischen Grenze auffallend hoch. Über Flughäfen seien im Januar und Februar 1658 Menschen ohne Erlaubnis nach Deutschland gekommen. Die Zahl der tatsächlichen illegalen Einreisen dürfte noch höher liegen, heißt es in dem Bericht, denn nicht jeder Einreisende werde aufgegriffen.

Größte Gruppe sind Afghanen

Die größte Gruppe der illegal Eingereisten stellen laut Bundespolizei Afghanen (742), gefolgt von Syrern (658) und Nigerianern (529). Die Zahlen legten den Schluss nahe, dass die sogenannte Balkanroute für Migranten aus dem Nahen und Mittleren Osten nicht vollends geschlossen sei. Zudem lasse sich ihnen entnehmen, dass der Anteil der Migranten aus Afrika steige, die über die zentrale Mittelmeerroute nach Deutschland kommen.

Neben der österreichischen und der schweizerischen würden auch an den übrigen Grenzen illegale Migranten aufgegriffen: Seit Jahresbeginn waren es demnach an der französischen Grenze 643 Menschen, an der tschechischen Grenze 533, an der polnischen Grenze 357, an der dänischen 315 und an der niederländischen 314.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. März 2017 um 06:00 Uhr

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