Der neue Doppelstock-Intercity  | Bildquelle: dpa

Probleme mit neuem Doppelstock-IC Kehrtwende in die Werkstatt

Stand: 15.12.2015 15:45 Uhr

Die Jungfernfahrt haben sie kaum hinter sich, schon gibt es Probleme: Wenige Tage nach ihrer Deutschlandpremiere schickt die Bahn ihre neuen Doppelstock-Intercitys in die Werkstatt. Grund ist ein Wanken der Waggons auf bestimmten Streckenabschnitten.

Nur wenige nach der Einführung der neuen doppelstöckigen Intercitys muss die Bahn einen Werkstattstopp einplanen. Grund ist ein Wanken der Waggons auf bestimmten Streckenabschnitten, das für Fahrgäste unangenehm, aber laut Bahn vollkommen ungefährlich sein soll.

Die Züge fahren seit Sonntag auf der Linie Norddeich-Leipzig über Hannover und Magdeburg. Zu dem Schwanken kommt es verstärkt in Bereichen, in denen gerade die Schienen frisch abgeschliffen wurden. Deshalb sei das Wanken auch auf manchen Gleisen stärker zu spüren als auf anderen, erklärte die Bahn in Hamburg.

Das Unternehmen arbeite derzeit zusammen mit dem Hersteller Bombardier an einer Lösung. Anpassungen am Feder- und Dämpfersystem sollen demnach das Wanken zumindest abmildern. Außerdem geht die Bahn davon aus, dass die Waggons weniger schaukeln, wenn die Räder erst einmal eingefahren sind. Reparaturbedürftige technische Mängel gebe es nicht, so die Bahn.

Defekte Toiletten und kaputte Wagentüren

Das Schaukeln scheint nicht das einzige Problem des Intercity 2 zu sein. Ein Reporter des NDR berichtete bereits am Premierentag über defekte Toiletten und kaputte Wagentüren.

Die neuen Züge sollen ab Februar 2016 auch auf der Verbindung Köln-Hannover-Braunschweig-Dresden und ab März auf der Linie Norddeich-Emden-Köln zum Einsatz kommen und jahrzehntealte IC-Waggons ablösen. Ihnen gegenüber bieten die neuen Intercitys mehr Komfort. Es gibt Kleinkindbereiche mit Spielflächen und mehr Platz für Gepäck. Speisewagen gibt es nicht mehr, dafür werden Snacks und Getränke in den neuen Zügen am Platz serviert.

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