Schüler schreiben eine Arbeit. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Holter für Ost-West-Schüleraustausch Zum Lernen nach drüben

Stand: 15.01.2018 09:33 Uhr

Schülerreisen nach Danzig oder Lyon - das ist lange Alltag. Der thüringische Bildungsminister Holter hat nun einen ähnlichen Ansatz für Deutschland gefordert. Um den innerdeutschen Dialog zu fördern spricht er sich für Austauschprogramme zwischen Schulen in Ost- und Westdeutschland aus.

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter, hat einen Schüleraustausch zwischen Ost- und Westdeutschland vorgeschlagen. "Wir brauchen nicht nur Schülerprojekte im Austausch mit Polen oder Frankreich, sondern auch zwischen Leipzig und Stuttgart", sagte der thüringische Bildungsminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das könne helfen, den innerdeutschen Dialog zu fördern.

Im NDR sagte Holter, man müsse jungen Menschen vermitteln, was Demokratie bedeute. Ein Ost-West-Austausch sei aber nicht nur für Schüler, sondern "sicher auch für Erwachsene sinnvoll". Auf beiden Seiten wüssten die Menschen zu wenig über die Geschichte und die Gegenwart.

Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe | Bildquelle: dpa
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Lernen, was Demokratie bedeutet - Minister Holter schlägt dafür einen neuen Ansatz vor.

Bildungsstandards vereinheitlichen

Holter äußerte sich mit Blick auf die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Kultusministerkonferenz. Der KMK-Präsident mahnte eine bessere Zusammenarbeit der Länder an. Man müsse Bildungsstandards vereinheitlichen. "Bisher wurde eine Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners betrieben. Daran sollte man arbeiten", so der Linken-Politiker.

Holter ist seit dem Jahreswechsel Vorsitzender der KMK. Heute übernimmt er das Amt offiziell von seiner baden-württembergischen Kollegin Susanne Eisenmann (CDU). Holter hat die Demokratiebildung zum Schwerpunkt seiner Amtszeit erklärt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. Januar 2018 um 03:00 Uhr.

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