Uli Hoeneß | Bildquelle: dpa

Vorzeitige Haftentlassung Uli Hoeneß wieder frei

Stand: 29.02.2016 08:30 Uhr

21 Monate lang saß Uli Hoeneß, früherer Präsident des FC Bayern, wegen Steuerhinterziehung in Haft. Als Freigänger durfte er das Gefängnis bereits zeitweise verlassen. Jetzt ist Hoeneß ganz raus - auf Bewährung und nach der Hälfte der Haftstrafe.

Im Juni 2014 hatte Uli Hoeneß seine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech angetreten. Seit heute Morgen ist er wieder ein freier Mann. Schon nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Strafe wegen Steuerhinterziehung konnte der 64-jährige Ex-Präsident des FC Bayern das Gefängnis verlassen - auf Bewährung.

Seltene Ausnahme

Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt. Paragraf 57 des Strafgesetzbuchs ermöglicht aber in Ausnahmefällen die Aussetzung der Strafe schon nach der Hälfte der Zeit. Die Bewährungszeit wurde im Fall von Hoeneß auf drei Jahre festgelegt. Er darf sich in dieser Zeit strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen.

Das Landgericht München verurteilt Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. | Bildquelle: dpa
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Am 13. März 2014 verurteilte das Landgericht München Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Gefängnis.

Bei der Entscheidung zugunsten des 64-Jährigen wurden unter anderem dessen Persönlichkeit, sein Vorleben, die Umstände der Tat und das Verhalten während der Haft berücksichtigt. Hoeneß habe sich trotz seiner Position stets in die Gefangenengemeinschaft integriert, so das zuständige Gericht. Bei seinen zahlreichen Ausgängen sei es zu keinen Beanstandungen gekommen. Den Schaden habe der ehemalige FC-Bayern-Chef durch Rückzahlungen in Millionenhöhe wieder gutgemacht.

Uli Hoeneß vorzeitig aus Haftstrafe entlassen
tagesschau 20:00 Uhr, 29.02.2016, Julian von Löwis, BR

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Hoeneß war vor knapp zwei Jahren wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro verurteilt worden. Gut ein halbes Jahr nach Haftantritt durfte er das Gefängins als Freigänger verlassen. Tagsüber arbeitete er in der Jugendabteilung des FC Bayern. Die meisten Wochenenden verbrachte er zu Hause.

Der neu gewählte Bayern-Präsident Hopfner und sein Vorgänger Uli Hoeneß umarmen sich. | Bildquelle: dpa
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Der amtierende Bayern-Präsident Hopfner und sein Vorgänger. Möglicherweise kehrt Hoeneß an die Vereinsspitze zurück.

"Das war's noch nicht!"

Über Hoeneß´ weitere Pläne ist in der Öffentlichkeit bislang nichts bekannt. Ob er sich beim FC Bayern erneut an vorderster Front engagiert, will er erst Mitte des Jahres bekannt geben. Die Präsidentenwahl des Vereins findet im November statt. Der amtierende Präsident, Karl Hopfner, hatte mehrfach betont, dass er nicht gegen Hoeneß kandidieren werde. Viele haben noch die Worte von Hoeneß bei der letzten Mitgliederversammlung vor seiner Inhaftierung im Ohr: "Und dann, wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen", hatte der Fußballmanager damals gesagt und hinzugefügt: "Das war's noch nicht!"

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