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In weiten Teilen Deutschlands haben Menschen an Heiligabend einen rätselhaften Lichtschweif am Himmel beobachtet. Augenzeugen sagten, sie hätten gegen 17.30 Uhr drei glühende Streifen gesehen mit einem breiten Schweif, der sich dann in mehrere Teile zerstreut habe. Mehrere Hörer meldeten sich aufgeregt bei einem Thüringer Radiosender und berichteten von dem Phänomen.
Das Lagezentrum im Thüringer Innenministerium in Erfurt bestätigte, es habe eine Erscheinung am Himmel gegeben, die auch in anderen Bundesländern zu sehen gewesen sei. Der Lichtschweif konnte bis zu 30 Sekunden beobachtet werden, und noch einmal 20 bis 30 Sekunden war ein verwehender Rauchschweif zu sehen.
Um was es sich genau handelte, ist bislang unklar. Der Sprecher des Lagezentrums sprach von einem hellen Schein in einem orangefarbenen Ton - ähnlich einer Sternschnuppe, aber größer und länger andauernd. Auf einen Flugzeugabsturz gebe es aber keine Hinweise.
"Die Vermutung liegt nah, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt haben könnte, aber das ist unbestätigt", sagte Andreas Schütz, Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass es Weltraumschrott gewesen sein könnte.
Möglicherweise könnte es ein spezieller Meteor gewesen sein: ein Bolide, der besonders hell ist und sich wegen seiner Lichtintensität von einer normalen Sternschnuppe unterscheidet.
Nach Einschätzung belgischer Experten ist der seltsame Lichtschweif auf russischen Weltraumschrott zurückzuführen. Das königliche Observatorium teilte mit, verglühende Trümmer einer russischen Sojus-Rakete hätten das Leuchten verursacht. Es handele sich um eine Stufe der Sojus-Rakete, die am Mittwoch zur Internationalen Raumstation ISS gestartet sei.
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