Heiner Geißler | Bildquelle: picture alliance / Horst Galusch

Im Alter von 87 Jahren CDU-Politiker Heiner Geißler ist tot

Stand: 12.09.2017 11:59 Uhr

Er war ein prominenter Querdenker in der CDU: Der frühere Bundesminister und CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Als Generalsekretär teilte Geißler ordentlich aus, seine Attacken auf die SPD sind legendär.

Der langjährige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren.

Unter den Ministerpräsidenten Peter Altmeier und Helmut Kohl (beide CDU) war Geißler von 1967 bis 1977 Sozialminister in Rheinland-Pfalz, anschließend wurde er CDU-Generalsekretär. Kohl berief den promovierten Juristen 1982 zum Familienminister.

Heiner Geißler im Alter von 87 Jahren gestorben
tagesschau 12:00 Uhr, 12.09.2017, Vera Schmidberger, SWR

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Erfand Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub

Geißler galt als prominenter Querdenker in der CDU, der keinem Streit aus dem Weg ging. Der Parteilinke wollte die CDU modernisieren: Er erfand ab 1982 als Bundesfamilienminister Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub.

Als CDU-Generalsekretär teilte er rücksichtslos aus. Seine polemischen Attacken auf die SPD sind legendär. SPD-Chef Willy Brandt nannte Geißler den schlimmsten Hetzer seit Goebbels.

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Heiner Geißler: Ein Porträt in Bildern

Heiner Geißler

Heiner Geißler ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Geißler wurde am 3. März 1930 in Oberndorf geboren. Er war das vierte von fünf Kindern des Oberregierungssrats Heinrich Geißler und dessen Ehefrau Maria. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Tübingen arbeitete Geißler ab 1962 als Richter und später als persönlicher Referent und Leiter des Ministerbüros im Rang eines Regierungsrats des baden-württembergischen Arbeits- und Sozialministers Joseph Schüttler (CDU). Ab 1961 war er als Landesvorsitzender der Jungen Union politisch aktiv. 1965 kam er im Wahlkreis Reutlingen-Tübingen erstmals in den Bundestag. | Bildquelle: picture alliance / Georg Wendt/d

Schlichter bei "Stuttgart 21"

2002 verabschiedete sich Geißler aus der aktiven Politik. Er schrieb Bücher, war als Schlichter in Tarifkonflikten gefragt und schloss sich den Globalisierungskritikern von Attac an. Zuletzt stand Geißler - bereits 80-jährig - 2010 als Vermittler beim Bahn-Großprojekt "Stuttgart 21" in der Öffentlichkeit.

Bis zuletzt äußerte Geißler sich zu aktuellen politischen Themen. So kritisierte er etwa noch im März die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und Bundes-Vize Julia Klöckner, weil diese Reformen an den Hartz-Gesetzen abgelehnt hatte.

Geißler kam am 3. März 1930 in Oberndorf am Neckar als Sohn eines Oberregierungsrates zur Welt. Vor seiner politischen Karriere war der Vater von drei Söhnen vorübergehend Mitglied des Jesuitenordens, dann Amtsrichter.

Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot
M. Zahn, ARD Berlin
12.09.2017 12:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 12. September 2017 tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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