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[Bildunterschrift: Der Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Heilmann ließ den Zugang zum Lexikon sperren - und wieder öffnen. ]
Die Website wikipedia.de darf wieder auf die deutsche Ausgabe des Online-Lexikon Wikipedia (de.wikipedia.org) weiterleiten. Der Politiker Lutz Heilmann, Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, habe gegenüber dem Landgericht Lübeck seinen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung rechtswirksam zurückgezogen, sagte Richterin Gesine Brunkow der Deutschen Presse-Agentur.
Der frühere Stasi-Mitarbeiter Heilmann hatte am vergangenen Donnerstag eine Sperrung der Weiterleitung von wikipedia.de auf das in den USA beheimatete Angebot von Wikipedia beantragt, da nach seiner Ansicht in einem Wikipedia-Artikel unwahre Behauptungen über ihn aufgestellt wurden. Das deutschsprachige Internet-Lexikon Wikipedia war aber weiterhin über die Adresse http://de.wikipedia.org zu erreichen.
Nach einem Proteststurm im Web erklärte Heilmann am Sonntag, die von ihm monierten Behauptungen seien inzwischen entfernt worden und die Seite wikipedia.de könne wieder freigeschaltet werden. Auf seiner eigenen Website erklärte Heilmann, der juristische Weg habe sich für diese Auseinandersetzung "insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden." Das sei nicht seine Absicht gewesen.
Durch die Auseinandersetzungen um den Heilmann-Artikel erhielt dieser eine massive Aufmerksamkeit: Innerhalb von zwei Tagen wurde er mehr als eine halbe Million Mal abgerufen. Zudem ging bei dem Online-Lexikon eine unüblich hohe Zahl von Spenden ein. Am Wochenende habe man fünfmal soviel Geld gesammelt wie an normalen Tagen, hieß es vom deutschen Wikimedia-Verein.
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