Polizei im Stadion in Hannover | Bildquelle: AP

Abgesagtes Länderspiel Ermittlungen nach Terroralarm eingestellt

Stand: 17.03.2017 16:07 Uhr

17. November 2015: Kurz vor Anpfiff in Hannover sagen Behörden das Länderspiel Deutschland-Niederlande ab. "Terrorgefahr" nennen sie als Grund. Jetzt hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags eingestellt.

Knapp eineinhalb Jahre nach dem Terroralarm bei einem Fußball-Länderspiel in Hannover hat die Bundesanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Es hätten sich keine "weiterführenden Erkenntnisse" ergeben, hieß es in einer Stellungnahme der Behörde.

Das Freundschaftsspiel Deutschland gegen Niederlande war am 17. November 2015 - wenige Tage nach den Anschlägen von Paris - kurz vor dem Anpfiff abgesagt worden. Laut einem Hinweis des Bundesamtes für Verfassungsschutz plante eine Gruppe von mindestens fünf Attentätern Sprengstoffanschläge im Stadion sowie auf den öffentlichen Nahverkehr in Hannover, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Aufnahme der Ermittlungen bei neuen Ansätzen

Der Anführer der Gruppe sollte die Explosion im Stadion filmen. Zu seiner Identität hätte es allerdings keine Erkenntnisse gegeben. Die Ermittler erfuhren demnach nur den Namen eines angeblichen Mitglieds der Gruppe, konnten eine solche Person aber nicht ausfindig machen.

Vorübergehend war auch ein junger Deutsch-Syrer verdächtig, der als Ordner im Stadion war und dort von sich Aufnahmen mit islamistischem Inhalt machte. Dieser Verdacht habe sich aber nicht erhärtet, hieß es.

Die Bundesanwaltschaft kündigte an, die Ermittlungen wegen des mutmaßlich geplanten Anschlags sofort wieder aufzunehmen, sollten sich neue Ansätze ergeben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. November 2015 um 09:00 Uhr.

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