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[Bildunterschrift: Gespräche ohne Reue: Auch Umweltminister Gabriel kann ohne Angst vor Folgeschäden zum Handy greifen. ]
Das Telefonieren mit dem Handy birgt kein Krebsrisiko für Erwachsene. Das ist das Ergebnis eines sechsjährigen Forschungsprogramms, das Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Berlin vorstellte. Auch durch schnurlose Telefone oder eine Basisstation nach DECT-Standard in der Nähe des Bettes steige das Risiko für Hirntumore nicht, ergaben die Untersuchungen. Auch sei kein Zusammenhang zwischen den Geräten und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bei Erwachsenen beobachtet worden.
Vor allem mögliche Risiken durch die langfristige Nutzung sind allerdings durch die insgesamt 54 Studien nicht abschließend geklärt. Auch die Frage, ob das Gesundheitsrisiko für Kinder höher als für Erwachsene ist, konnte nicht abschließend beantwortet werden. Diese Unsicherheiten legten einen "vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken" nahe, erklärte das Bundesamt für Strahlenschutz, das das Forschungsprogramm fachlich betreute. Weitere Studien über die Langzeitwirkungen solcher Geräte seien notwendig, insbesondere bei Kindern, die mit dem Handy groß geworden seien oder groß würden.
Umweltminister Gabriel erklärte, die derzeitigen Grenzwerte für die Strahlungsbelastung von Mobilfunkgeräten seien ausreichend. Man werde aber weiter forschen, "wo wir noch Klärungsbedarf sehen". Das sei vor allem bei Kindern und den Langzeitwirkungen der Fall. Die Bundesregierung will dafür jährlich 500.000 Euro zur Verfügung stellen. Die
[Bildunterschrift: Kopfschmerzen bereiten der Kanzlerin vielleicht SPD oder CSU, nicht aber ihr Handy. ]
Die Bundesregierung hatte das Forschungsprogramm 2002 in Auftrag gegeben. Nach Angaben des Umweltministeriums wurde die Studie von den Netzbetreibern mit 8,5 Millionen Euro unterstützt. Experten analysierten in den 54 Projekten biologische Auswirkungen der Nutzung von Handys und schnurlosen Telefonen. Im Einzelfall wurden Veränderungen der Genaktivität beobachtet, also von Zellprozessen zur Umsetzung genetischer Programme. Das stelle die Gesamtbeurteilung aber nicht infrage, hieß es.
Ausgangspunkt des Forschungsprogramms waren Hinweise auf mögliche biologische Auswirkungen bereits unterhalb der Mobilfunk-Grenzwerte. Zudem habe es aus Untersuchungen vereinzelt Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk in der Bevölkerung gegeben.
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