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Inland
Aachen: Schwerverbrecher aus Gefängnis geflohen
Mit dem Taxi von Aachen nach Köln

Schwerverbrecher aus Gefängnis geflohen

Blick in eine Justizvollzugsanstalt (Archivfoto vom 26.02.2009) (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: In der Justizvollzugsanstalt Aachen sind wegen der Sicherheitsvorkehrungen Schwerkriminelle untergebracht. ]
Zwei Häftlinge sind aus der Justizvollzugsanstalt Aachen ausgebrochen und mit einem Taxi nach Köln geflüchtet. Zuvor hatten sie einen Wärter und einen Pförtner in der JVA überwältigt. Danach setzten sich die als gefährlich eingestuften Männer im Alter von 50 und 46 Jahren in ein Taxi und forderten den Fahrer auf, sie nach Kerpen zu fahren, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln. Ob sie den Taxifahrer dabei mit ihren beiden Pistolen bedroht hätten, sei zunächst noch unklar.

Per Taxi nach Köln

In Kerpen stieg das Duo dann gemeinsam mit dem Taxifahrer in ein zweites Taxi. Sie ließen sich von diesem nach Köln auf den Bahnhofsvorplatz am Dom fahren. Spätestens beim Umsteigen in das zweite Taxi habe der erste Fahrer vermutlich nicht freiwillig gehandelt, so der Polizeisprecher. In Köln seien die entlaufenen Häftlinge zu Fuß in die Innenstadt geflüchtet. Die Taxifahrer seien unverletzt zurückgelassen worden. Beide hätten aber einen Schock erlitten.

Die Kölner Innenstadt wurde in der Nacht kurzzeitig komplett abgeriegelt. Zudem verstärkte die Bundespolizei die Überwachung der Bahnhöfe und des Flughafens. Zur Stunde sucht die Polizei weiter in einer Großfahndung bis ins Ausland nach den Schwerverbrechern. Auch Hubschrauber sind im Einsatz. "Wir haben einen riesigen Apparat in Gang gesetzt, aber leider bislang keine konkreten Hinweise auf den Aufenthaltsort", sagte Karl Völkel, Sprecher der Polizei in Aachen, am frühen Morgen.

Das "brutale und rücksichtslose" Duo habe wegen "schwerwiegendster Straftaten" hinter Gittern gesessen, hieß es. Sie waren wegen Mordes und versuchten Mordes inhaftiert. Daher werde die Bevölkerung ausdrücklich gewarnt, gegen die Ausbrecher vorzugehen.

Stand: 27.11.2009 06:49 Uhr
 

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