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[Bildunterschrift: Linke Hacker ist offenbar ein Angriff auf die Organisation "Blood and Honour" gelungen. ]
Ein Neonazi-Netzwerk ist nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" von linksgerichteten Hackern geknackt worden. Die sogenannte Daten-Antifa habe nach eigenen Angaben den Server der Organisation "Blood and Honour" (B&H) geentert und mehr als 30.000 Datensätze kopiert, darunter 500 aus Deutschland. "B&H" ist in der Bundesrepublik seit September 2000 als verfassungsfeindliche Gruppierung verboten. Das Netzwerk "B&H" soll eines der größten weltweit sein.
Mit Bezug auf einen Experten berichtet die Zeitung, dass die Tragweite der Aktion gegen den militanten Rechtsextremismus noch gar nicht absehbar sei: "Jetzt werden einige Leute im rechtsextremen Umfeld, darunter sicher auch Aktivisten der NPD, sehr nervös werden", sagte Günther Hoffmann vom Zentrum Demokratische Kultur der "Frankfurter Rundschau". Das Zentrum befasst sich mit Gefahren für die Demokratie durch extremistische Strömungen in der Gesellschaft. NPD-Aktivisten würden ihre Kontakte zu "B&H" geheim halten, um die Legalität der Partei nicht zu gefährden, so Hoffmann.
[Bildunterschrift: Sichergestelltes Material der rechtsextremen Organisation "Blood and Honour" ]
Wenn die Existenz eines deutschen Arms der Organisation nachgewiesen werden könne, wäre dies eine "absoluter Schlag gegen die organisierte rechte Szene", so Hoffmann. Er rechnet mit erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen, sollte den Nutzern eine Mitgliedschaft bei "B&H" zweifelsfrei nachgewiesen werden können.
Es gebe nun Beweise, dass weiter "B&H"-Konzerte in Deutschland stattfänden, sagte Katharina König vom Aktionsbündnis gegen Rechts aus Jena der Zeitung. Die Hacker hätten zudem Listen sichergestellt, in denen die Neonazis Informationen über ihre politischen Gegner gesammelt hatten.
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