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Pädophilie-Vorwürfe Grüne räumen Mitverantwortung ein

Stand: 14.12.2016 16:16 Uhr

Unter den Pädophilie-Aktivisten der 80er-Jahre waren auch Grüne - zu diesem Schluss kommt ein Abschlussbericht einer von der Partei eingesetzten Arbeitsgruppe. Grünen-Chefin Peter sprach von einem "bedrückenden Kapitel" und räumte eine Mitverantwortung ihrer Partei ein.

Vor gut drei Jahren war bekannt geworden, dass die Grünen in ihrer Gründungszeit sogenannte Pädophilie-Aktivisten in ihren Reihen hatten und deren Forderungen - sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern zu legalisieren - teilweise übernommen hatten. In Göttingen fand dies sogar Eingang ins Wahlprogramm für die Kommunalwahlen, mitverantwortlich dafür: Jürgen Trittin, ehemals Umweltminister und Spitzenkraft der Partei. Zwar distanzierten sich die Grünen bereits Ende der 80er-Jahre von solchen Forderungen, eine Aufarbeitung allerdings fand erst statt, als der Skandal 2013 den Bundestagswahlkampf erreichte.

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"Bedrückendes Kapitel"

Seither wird aufgearbeitet, jetzt legte die Partei den Abschlussbericht vor. Darin schont sich die Partei nicht: "Zu den bittersten Erkenntnissen gehört, dass es unter den pädophilen Aktivisten auch Täter mit grünem Parteibuch gab", heißt es in dem über 300 Seiten umfassenden Text. "Die in den Anfangsjahren der grünen Partei geführte Debatte über die Straffreiheit pädosexueller Handlungen bleibt ein bedrückendes Kapitel unserer Parteigeschichte", erklärte Grünen-Chefin Simone Peter. In einigen untersuchten Missbrauchsfällen sei eine "institutionelle Mitverantwortung" der Grünen nicht auszuschließen, daher habe man individuelle Entschädigungen gezahlt.

Die Grünen sicherten zu, die Aufarbeitung auch nach Veröffentlichung des Abschlussberichts weiterzutreiben: Die Partei werde sich der Frage, "inwieweit individuelle Taten durch institutionelles Versagen der grünen Partei ermöglicht wurden, weiter in jedem Einzelfall stellen", heißt es in dem Text.

Aufarbeitung früherer Pädophilie-Beschlüsse von Bündnis 90/Die Grünen
tagesschau 20:00 Uhr, 14.12.2016, Matthias Deiß, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Dezember 2016 um 17:00 Uhr.

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